{"id":2163,"date":"2010-10-27T08:52:54","date_gmt":"2010-10-27T07:52:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2163"},"modified":"2010-11-03T08:55:24","modified_gmt":"2010-11-03T07:55:24","slug":"on-the-town-bremerhaven-stadttheater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=2163","title":{"rendered":"ON THE TOWN &#8211; Bremerhaven, Stadttheater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Leonard Bernstein, Musical Comedy in zwei Akten, Text von Betty Comden und Adolph Green, deutsche Fassung von Claus H. Hennenberg u. John Neumeier, UA: 28. Dez. 1944 New York<\/p>\n<p>Regie: Claudio Bueno, B\u00fchne: Mike Hahne, Dramaturgie: Juliane Piontek, Choreographie: Matteo Gastaldo<\/p>\n<p>Dirigent: Rodolfo C\u00e1zares, St\u00e4dtisches Orchester Opernchor, Ballet<\/p>\n<p>Solisten: Peter Kubik (Gabbey), Robin Poell (Chip), Ziead Nehme (Ozzie), Maika Beate W\u00fcnscher (Ivy Smith), Pinelopi Argyropoulou (Hildy), Lilli W\u00fcnscher (Claire), Isabel Zeumer (Madame Dilly), Werner Kraus (Pitkin W. Bridgework)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 23. Oktober 2010 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Bremerhaven-On-the-town.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2164\" title=\"Bremerhaven-On-the-town\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Bremerhaven-On-the-town.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Bremerhaven-On-the-town.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Bremerhaven-On-the-town-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Die Marinesoldaten Gabey, Chip und Ozzie haben Landgang in New York. Auf dem Weg nach Manhattan sto\u00dfen sie auf ein Plakat in der U-Bahn, auf dem die neue \u201eMiss U-Bahn\u201c abgebildet ist \u2013 besonders Gabey ist hingerissen von der h\u00fcbschen Ivy. Entschlossen, sie in New York zu finden, st\u00fcrzen sich die drei in das hektische Treiben der Gro\u00dfstadt und erleben ein 24-st\u00fcndiges Abenteuer, bei dem auch alle drei Soldaten ein kurzes Liebesgl\u00fcck finden, bis sie im Morgengrauen wieder ihr Schiff besteigen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Das Bernstein-Musical <em>On the Town<\/em> spielt im New York der 40er Jahre und der Regisseur Claudio Bueno konzentriert sich darauf, den Schauplatz der Gro\u00dfstadt detailgetreu und bunt umzusetzen. So war die Projektion der Manhattan Bridge und davor sitzenden Hafenarbeitern zu Beginn das \u00e4u\u00dferst schlichte B\u00fchnenbild. Sobald jedoch Gabey, Chip und Ozzie in wei\u00dfen Matrosenanz\u00fcgen die seitlich plazierte Gangway herunter gesprungen kamen, wurde es sehr viel knalliger: Schwingende Glockenr\u00f6cke, wilde Taxifahrten, ein mit B\u00e4nken ges\u00e4umter Platz im Central Park und mehrere Tanz- und Showbars versetzen den Zuschauer in ein m\u00e4rchenhaftes New York, in dem Bueno \u2013 bis auf die Darstellung der Arbeiter zu Beginn des Musicals \u2013 die bisweilen rauhe reale Gro\u00dfstadtatmosph\u00e4re ausklammert. Viele Ballet- und Tanzszenen, choreographiert von Matteo Gastaldo, durchsetzen die Auff\u00fchrung.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Das Orchester unter der Leitung von <strong>Rodolfo C\u00e1zares<\/strong> vermochte den jazzigen und swingenden Charakter der Bernsteinschen Musik gut zu treffen. Manchmal gerieten die Tempi zu langsam, was vor allem die Ouvert\u00fcre schleppend wirken lie\u00df. Beim ersten Song des Musicals <em>New York, New York<\/em> \u00fcbert\u00f6nte das Orchester die drei Protagonisten. Diese \u2013 Peter Kubik (Gabeys), Robin Poell (Chip), Ziead Nehme (Ozzie) \u2013 hatten ansonsten keine Probleme, sich gegen das Orchester durchzusetzen. Alle \u00fcberzeugen mit vollem Timbre und stimmlichen Volumen, jedoch nicht immer mit deutlicher Textaussprache. Ein H\u00f6hepunkt des Abends war der Song <em>Einsame Stadt,<\/em> gesungen von <strong>Peter Kubik<\/strong>, der lyrisch und geschmeidig, dazu sauber in der Intonation die Einsamkeit Gabeys darstellte, einer der wenigen ernsthaften Augenblicke des Abends. Die weiblichen Hauptdarsteller f\u00fcllen ihre Rollen mit eher mit Komik und Sexappeal aus, die allerdings h\u00e4ufiger ins Alberne abglitt. <strong>Maika Beate W\u00fcnscher<\/strong> als Ivy artikulierte sehr klar, <strong>Pinelopi Argyropoulous<\/strong> (Hildy), Gesang war dagegen manchmal schwer zu verstehen \u2013 gleichwohl konnte sie zusammen mit <strong>Poell<\/strong> (Chip), <strong>Ziead<\/strong><strong> <\/strong><strong>Nehme<\/strong> und <strong>Lilli W\u00fcnscher<\/strong>, der Darstellerin der Claire im Quartett <em>Ein andermal <\/em>eine sehr gute Gesangsleistung zeigen. Alle vier sangen sauber und mit warmem Timbre, das der melancholischen Stimmung angemessen war. Au\u00dferdem hervorzuheben ist <strong>Werner Kraus<\/strong> als Pitkin W. Bridgework. Nach seiner einzigen Solostelle <em>Macht nichts, schon gut<\/em> bekam er zu Recht viel Szenenapplaus und einige Bravorufe, denn seine Darstellung \u00fcberzeugte durch saubere Intonation, gute Phrasierung und deutliche Textaussprache.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p><em>On the Town<\/em> ist ein publikumswirksames Musical, in dem die Qualit\u00e4t der Songs an Bernsteins sp\u00e4teres Musical <em>West Side Story<\/em> heranreicht. So l\u00e4\u00dft sich erkl\u00e4ren, warum nach fast allen Nummern und auch am Schlu\u00df kr\u00e4ftig applaudiert wurde. Bei der Inszenierung allerdings ist einiges zu bem\u00e4ngeln: Zu oft wirkten die Szenen allzu realit\u00e4tsfern. Ironische Distanzierung zu den stellenweise d\u00fcmmlich wirkenden Dialogen erfolgte bestenfalls ansatzweise. Die Tanz- und Balletszenen waren allerdings pr\u00e4chtig anzuschauen.<\/p>\n<p>Annika Klanke<\/p>\n<p>Bild: Heiko Sandelmann<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Lilli W\u00fcnscher (Claire), Ziad Nehme (Ozzi), Maika Beate W\u00fcscher (Ivy Smith), Peter Kubik (Gabey), Pinelopi Argyropoulou (Hildy), Robin Poell (Chip)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Leonard Bernstein, Musical Comedy in zwei Akten, Text von Betty Comden und Adolph Green, deutsche Fassung von Claus H. Hennenberg u. John Neumeier, UA: 28. 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