{"id":191,"date":"2008-02-11T12:32:18","date_gmt":"2008-02-11T10:32:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=191"},"modified":"2008-02-18T20:01:28","modified_gmt":"2008-02-18T18:01:28","slug":"london-covent-garden-royal-opera-house-die-zauberflote","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=191","title":{"rendered":"London, Covent Garden (Royal Opera House ) &#8211; DIE ZAUBERFL\u00d6TE"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart, Singspiel in zwei Akten, Text: Emanuel Schikaneder;<br \/>\nUA: 13. September 1791, Wien<br \/>\nRegie: Lee Blakeley (f\u00fcr Wiederaufnahme); Regie (Premiere):David McVicar<br \/>\nDesigns: John Macfarlane, Choreographie: Leah Hausman, Licht: Paule Constable<br \/>\nDirigent: Roland B\u00f6er, Orchester, Chor Covent Garden, Chorleinstudierung: Renato Belsadonna<br \/>\nSolisten: Christoph Strehl (Tamino), Genia K\u00fchmeier (Pamina), Simon Keenlyside (Papageno), Erika Mikl\u00f3sa (K\u00f6nigin der Nacht), Stephen Milling (Sarastro), John Graham-Hall (Monostatos), Kishani Jayasinghe (Papagena) Anna Leese, Liora Grodnikaite, Gaynor Keeble (drei Damen), Thomas Allen (Tempelsprecher) u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 2. Februar 2008 (Premiere: 2003, Wiederaufnahme: 28.1.2008)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/london-zauberflote.jpg\" TITLE=\"london-zauberflote.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/london-zauberflote.jpg\" ALT=\"london-zauberflote.jpg\" ALIGN=\"right\" \/><\/a>Als der vor einer Riesenschlange geretteten Prinz Tamino aus seiner Ohnmacht erwacht, trifft er den Vogelf\u00e4nger Papageno, der sich mit dieser Tat br\u00fcstet, jedoch f\u00fcr diese L\u00fcge von drei Damen aus dem Gefolge der n\u00e4chtlichen K\u00f6nigin (den wirklichen Errettern) bestraft wird. Die drei Damen berichten von der Gefangenschaft Paminas, der Tochter der K\u00f6nigin der Nacht. Tamino verliebt sich in ihr Bild und verspricht, sie aus der Gefangenschaft ihres Feindes Sarastro zu befreien. Papageno soll ihn bei diesem Abenteuer begleiten. Als Zauberwaffen erh\u00e4lt Tamino eine Fl\u00f6te und Papageno ein Glockenspiel.<br \/>\nDie beiden werden getrennt. Durch Zufall findet Papageno Pamina und rettet sie aus den H\u00e4nden des b\u00f6sen Monostatos, der sie zur Liebe zwingen will. Die beiden fliehen vor Monostatos und seinem Gefolge. Die Verfolger werden durch das zauberhafte Glockenspiel Papagenos bet\u00f6rt und m\u00fcssen unaufh\u00f6rlich tanzen. Zwischenzeitlich findet sich Tamino im Tempel Sarastros wieder, und l\u00e4\u00dft sich von dessen Aufrichtigkeit \u00fcberzeugen. Die Panfl\u00f6te Papagenos f\u00fchrt Tamino und Papageno wieder zusammen. Die drei wollen zusammen fliehen, in diesem Moment kommt jedoch Sarastro von der Jagd zur\u00fcck.<br \/>\nSarastro befindet, da\u00df Tamino und Pamina f\u00fcreinander bestimmt seien und in den Kreis seines Weisheitstempels aufgenommen werden sollen. Vorher jedoch sollen die beiden eine Reihe von Pr\u00fcfungen bestehen um sich w\u00fcrdig zu erweisen. Papageno soll sie dabei begleiten und als Lohn eine Frau erhalten. Tamino besteht die Pr\u00fcfungen der Schweigsamkeit, die Feuer und Wasserprobe und wird der Aufnahme in den Weisheitstempel und der Pamina f\u00fcr w\u00fcrdig befunden. Trotz Schweigsamkeitsprobe plaudert Papageno im Selbstgespr\u00e4ch, da\u00df er der versprochenen Frau unw\u00fcrdig sei. Er bereitet daher seinen Freitod vor, wird jedoch von drei Knaben im letzten Moment davon abgehalten. Seiner Plauderei zum Trotz wird er mit \u201eseiner\u201c Papagena zusammengef\u00fchrt.<br \/>\n<strong>Die Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDie von <strong>Lee Blakeley<\/strong> wiederaufgelegte <strong>David McVicar<\/strong> Produktion ist eine gradlinig im Geiste der Freimaurertradition interpretierte Geschichte. Die Inszenierung, gesetzt ins Zeitalter der Aufkl\u00e4rung, bringt keine \u00dcberraschungen und wenig neue Erkenntnisse. In diesem Rahmen ist die Produktion jedoch liebevoll inszeniert und wundersch\u00f6n ausgearbeitet.<br \/>\nKlassische Kost\u00fcme des 18. Jahrhunderts mit Per\u00fccken und Bundhosen herrschen vor, aufgelockert vom hexenartigen Gefolge der K\u00f6nigin der Nacht und einem eher federlosen Papageno mit Entenm\u00fctze. Dunkle Farben und holzartige, massiv wirkende Kulissen dominieren und einige Szenen mit Miniaturfirmament auf dunklem Holztisch erinnern deutlich an die Enlightenment Gallery des British Museum.<br \/>\nMusikalisch war dieser Abend ein hoher Genu\u03b2 auf breiter Basis. Insbesondere <strong>Genia K\u00fchmeier<\/strong> \u00fcberzeugte mit ihrem angenehmen und klaren Sopran, der ihrer Rolle als Pamina w\u00fcrdig erschien. <strong>Christoph Strehl<\/strong> (Tamino) bot einen sch\u00f6nen, manchmal jedoch recht unauff\u00e4lligen Tenor. <strong>Stephen Milling<\/strong> verlieh seiner Rolle als Sarastro eine selten geh\u00f6rte durchdringende und tragende Tiefe.<br \/>\n<strong>Simon Keenlyside<\/strong>, der schon 2003 den Papageno am Royal Opera House sang, war das wahre Highlight des Abends: er verband einen gesanglich einwandfreien Papageno mit einer wahrlich herausragenden schauspielerischen Leistung, die urspr\u00fcnglich und tats\u00e4chlich erheiternd wirkte.<br \/>\n<strong>Roland B\u00f6er<\/strong> dirigierte ein dynamisches Orchester des Royal Opera Houses, wohlkoordiniert mit spielerischer Leichtigkeit, und <strong>Roberto Belsadonna<\/strong> hatte mit die gewohnter Pr\u00e4zision die Ch\u00f6re des Royal Opera House einstudiert. Insgesamt also war dies eine konservative, jedoch sehr sch\u00f6ne Inszenierung von breiter musikalischer Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Dr. Dominik Zenner\t\t\t\t\t\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Bild: Bill Cooper<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Wolfgang Amadeus Mozart, Singspiel in zwei Akten, Text: Emanuel Schikaneder; UA: 13. 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