{"id":187,"date":"2008-02-08T22:31:39","date_gmt":"2008-02-08T20:31:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=187"},"modified":"2008-02-18T20:02:22","modified_gmt":"2008-02-18T18:02:22","slug":"musiktheater-im-revier-gelsenkirchen-die-geschopfe-des-prometheus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=187","title":{"rendered":"Musiktheater im Revier Gelsenkirchen &#8211; DIE GESCH\u00d6PFE DES PROMETHEUS"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Ballettmusik von Ludwig van Beethoven, das Libretto schrieb Salvatore Vigan\u00f2.<br \/>\nUA: 18. M\u00e4rz 1801, Wien, Hofburgtheater zu Ehren der Kaiserin Maria Theresia<br \/>\nRegie\/Choreographie Bernd Schindowski, B\u00fchne Manfred Dorra, Kost\u00fcme Andreas Meyer, Dramaturgie Johann Casimir Eule<br \/>\nDirigent: Bernhard Stengel, Neue Philharmonie Westfalen; Ballett Ensemble und Statisterie des Musiktheaters im Revier<br \/>\nT\u00e4nzer: G\u00f6tter des Olymp: Monika Wasden (Aphrodite), Felix Georg (Amor), Takashi Kondo (Prometheus), Priscilla Fiuza, Min-Hung Hsieh (Gesch\u00f6pfe des Prometheus), die G\u00f6tter des Parna\u00df: Jakub Spocinski (Apollon), die drei Grazien: Stephanie Blasius, Ai Boshiyama, Yasuko Mogi, Euterpe, Muse der Musik: Xiang Li, die drei Musiker Orpheus: Bogdan Khvoynitskiy (Amphion), Kostyantyn Grynyuk (Arion), Simeon Long,: Yasuko Mogi (Terpsichore, Muse des Tanzes), Alina K\u00f6ppen (Muse der Trag\u00f6die, Melopene), Marika Carena (Thalia, Muse der Kom\u00f6die) Rubens Reis (Bacchus), Bacchtinnen und Bacchanten, Nymphen und Faune<br \/>\nBesuchte Vorstellung: 13. Januar 2008<\/p><\/blockquote>\n<p><a TITLE=\"prometheus-balett.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/prometheus-balett.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"prometheus-balett.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/prometheus-balett.jpg\" \/><\/a>Durch die Verbindung dreier Sagen des Altertums, von Pygmalion, der eine Statue zum Leben erweckt, von Orpheus, dem g\u00f6ttergleichen Musiker und von Prometheus, dem \u00dcberbringer des Feuers an den Menschen, ist das Ballett ein Gleichnis von Raum und Zeit des Menschen.<br \/>\n<strong>Die Handlung<\/strong><br \/>\nVon heftigem Zorn des G\u00f6tterhimmels verfolgt, von wo er das Feuer geraubt hat, kommt Prometheus zu seiner Behausung. Hier stehen seine Gesch\u00f6pfe, eine m\u00e4nnliche und eine weibliche Tonfigur, denen er die himmlische Flamme ans Herz bringt, um sie so zum Leben zu erwecken. Er bem\u00fcht sich liebevoll um sie und mu\u00df entdecken, da\u00df sie keinen Sinn f\u00fcr seine Zuneigung haben. Kurzerhand schleift Prometheus seine Gesch\u00f6pfe zum Parna\u00df. Dort bittet er Apollon durch Zauber der Musik, des Tanzes, der Trag\u00f6die und der Kom\u00f6die in ihnen den Sinn f\u00fcr das H\u00f6here zu wecken. Die Gesch\u00f6pfe zeigen sich als gelehrige Sch\u00fcler. Sie werden Lust, Freude, Zuneigung, Schmerz und Trauer kennen lernen und verinnerlichen.<br \/>\n<strong>Die Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nEin H\u00f6chstma\u00df an Glaubw\u00fcrdigkeit wird erreicht, auch wenn Ballett-Altmeister <strong>Bernd Schindowski<\/strong> bei der Ballett-Umsetzung ganz andere Ziele verfolgt als <strong>Salvatore Vigan\u00f2<\/strong> zu seiner Zeit. Ihm geht es mehr um Diesseitigkeit, um die Kraft und die Eleganz der K\u00f6rper. Mit den Mitteln des Tanzes in phantasievollen Figuren, Spr\u00fcngen und gestellten Bildern werden Freude und Lust, Schmerz und Trauer erlebbar. Eine sehr sch\u00f6ne und eindrucksvolle Inszenierung und eine sehr lebendige Choreographie, die sich auch an psychologischen Ausdeutungen herantraut.<br \/>\nHeute kennt man nur noch die Ouvert\u00fcre zu Die Gesch\u00f6pfe des Prometheus. Die anderen sechzehn Nummern des Balletts sind reinster, vorw\u00e4rtsdr\u00e4ngender Beethoven, zumal, wenn die Neue Westf\u00e4lische Philharmonie unter der Leitung von <strong>Bernhard Stengel<\/strong> mit viel Sp\u00fcrsinn f\u00fcr dramaturgische Effekte und mit nuancenreicher Transparenz spielt.<br \/>\nMit langanhaltendem Beifall dankte das Publikum im ausverkauften Haus. Ein Ballett ist immer ein gro\u00dfes Ereignis im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen.<\/p>\n<p>Dr. Peter Sinkwitz                                  \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Bild: Majer-Finkes<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ballettmusik von Ludwig van Beethoven, das Libretto schrieb Salvatore Vigan\u00f2. UA: 18. 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