{"id":183,"date":"2008-02-08T22:13:57","date_gmt":"2008-02-08T20:13:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=183"},"modified":"2008-02-18T20:03:16","modified_gmt":"2008-02-18T18:03:16","slug":"oper-leipzig-die-beiden-geizigen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=183","title":{"rendered":"Oper Leipzig &#8211; DIE BEIDEN GEIZIGEN"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Andr\u00e9-Ernest-Modeste Gr\u00e9try (1741-1813), Komische Oper in zwei Akten, Text von Charles-Georges Fenouillot de Falbaire de Quingey; Deutsche Dialoge von Igor Folwill<br \/>\nUA: 27. Oktober 1770, Schlo\u00dftheater Fontainebleau<br \/>\nRegie: Igor Folwill, B\u00fchnenbild: Manfred Kaderk<br \/>\nDirigent: Werner Ehrhardt, Orchester der Musikalischen Kom\u00f6die Leipzig, Herrenchor Einstudierung: Wolfgang Horn, Volker Krafft<br \/>\nSolisten: Dan Karlstr\u00f6m (Gripon, erster Geiziger), Miljenko Turk (Martin, zweiter Geizige), Henriette, Heike Porstein (Gripons Nichte), Raphael Pau\u00df (J\u00e9r\u00f4me, Martins Neffe), Sandra Danyella (Madelon, Dienerin), Andreas David (Ali, erster Janitschar)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Besuchte Auff\u00fchrung: 10. November 2007 (Premiere: 29. September 2007)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Inhalt<\/strong><br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/die-bieden-geizigen.jpg\" TITLE=\"die-bieden-geizigen.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/die-bieden-geizigen.jpg\" ALT=\"die-bieden-geizigen.jpg\" ALIGN=\"right\" \/><\/a>Die witzig-simple, vorhersagbare Handlung l\u00e4\u00dft den geneigten Betrachter doch eher in Richtung Operette denken. Das lustige St\u00fcck Les deux Avares er\u00f6ffnet einen Zyklus Op\u00e9ra comique der Musikalischen Kom\u00f6die Leipzig.<br \/>\nAuf der Flucht vor der Steuerfahndung haben die beiden Geizkragen Gripon und Martin in Smyrna Asyl gefunden. Ungl\u00fccklicherweise verlieben sich Gripons Nichte Henriette und Martins Neffe J\u00e9r\u00f4me \u2013 eine Heirat zwischen den beiden w\u00fcrde n\u00e4mlich bedeuten, da\u00df die b\u00f6sen Onkels die von ihnen verwalteten Erbschaften der Waisen an letztere abtreten m\u00fc\u00dften. Um diese Hochzeit zu verhindern erw\u00e4gt Martin sogar, seinen Neffen f\u00fcr geistesgest\u00f6rt erkl\u00e4ren zu lassen \u2013 bei den heutigen Scheidungsgesetzen sicher bedenkenswert, aber in Smyrna&#8230;? Gripon und Martin verb\u00fcnden sich trotz gegenseitiger Abneigung, um gemeinsam das Grab eines unl\u00e4ngst verstorbenen und angeblich mit gro\u00dfen Reicht\u00fcmern bestatteten W\u00fcrdentr\u00e4gers auszupl\u00fcndern. Das geht nat\u00fcrlich schief, sie schlie\u00dfen sich bei diesem Versuch selbst ein und die beiden Heiratswilligen befreien sie aus ihrer fatalen Lage nur, nachdem die geizigen Onkel geschworen haben, der Verbindung nicht l\u00e4nger im Wege zu stehen.<br \/>\n<strong>Die Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nEndlich mal wieder ein B\u00fchnenbild, das man sich ohne Verrenkung der Augenmuskeln anschauen kann. Liebevoll-naiv inszeniert von Igor Folwill im B\u00fchnenbild von Manfred Kaderk. Geldst\u00fccke bilden sinnigerweise die Mauern der H\u00e4user der beiden Geizkragen und ein Teppich sorgt f\u00fcr orientalische Atmosph\u00e4re. Ein paar lehrreiche Spr\u00fcche sollte man sich merken: Gl\u00fccklich ist, wer sein Geld hinter Schlo\u00df und Riegel hat und So recht von Herzen hundsgemein, das k\u00f6nnen nur Verwandte sein!<br \/>\n<strong>Dirigent und S\u00e4nger<\/strong><br \/>\nUnter der fr\u00f6hlich-schwungvollen Leitung von<strong> Walter Ehrhardt<\/strong> erklingt Mozart&#8230;weit gefehlt: das ist Gr\u00e9try, ein Vorl\u00e4ufer Mozarts, der letzteren durchaus inspiriert hat. Die s\u00e4ngerische Siegespalme des Abends geht sogleich an <strong>Raphael Pau\u00df<\/strong> als flotter Neffe J\u00e9r\u00f4me. Ein ausdrucksstarker, strahlender Tenor mit sch\u00f6ner, kr\u00e4ftiger Stimme, gut aussehend dazu, was will man mehr? Praktisch ebenb\u00fcrtige Partnerin war ihm <strong>Heike Porstein <\/strong>als stimmsch\u00f6ne Henriette. Dan Karlstr\u00f6m als Geiziger No.1 und <strong>Miljenko Turk<\/strong> als zweiter Geizkragen lie\u00dfen auch keine W\u00fcnsche offen.<strong> Sandra Danyella<\/strong> als Dienerin Madelon, die nat\u00fcrlich hinterr\u00fccks gegen ihren Dienstherren zugunsten des jungen Paares intrigierte, rundete das erfreuliche S\u00e4ngerensemble bestens ab. <strong>Andreas David<\/strong> als erster Janitschar f\u00fchrte seine Mannen dienstlich zur Weinvernichtung beschlagnahmter Schmugglereien \u2013 das Resultat kann man sich denken.<br \/>\nDer Schlu\u00dfchor ert\u00f6nte im wahrsten Tutti, denn alle, auch das Publikum, durften unter Leitung von <strong>Maestro Ehrhardt<\/strong> mitsingen: Auf das ewig Kom\u00f6dien erklingen an diesem so sch\u00f6nen Haus!<\/p>\n<p>R\u00fcdiger Ehlert \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Bild: Andreas Birkigt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Andr\u00e9-Ernest-Modeste Gr\u00e9try (1741-1813), Komische Oper in zwei Akten, Text von Charles-Georges Fenouillot de Falbaire de Quingey; Deutsche Dialoge von Igor Folwill UA: 27. 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