{"id":1740,"date":"2010-04-24T06:47:53","date_gmt":"2010-04-24T05:47:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1740"},"modified":"2010-05-26T06:53:43","modified_gmt":"2010-05-26T05:53:43","slug":"my-fair-lady-hof-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1740","title":{"rendered":"MY FAIR LADY &#8211; Hof, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Frederic Loewe, Musical in 2 Akten, Libretto: Alan Jay Lerner nach George Bernhard Shaws Pygmalion, Deutsch: Robert Gilbert, UA:1956, New York<br \/>\nRegie: Karsten Jesgarz, B\u00fchne: Heiko M\u00f6nnich, Choreographie: Barbara Buser<br \/>\nDirigent: Lorenz C. Aichner, Hofer Symphoniker, Opernchor und Ballett Theater Hof<br \/>\nSolisten: Thilo Andersson (Henry Higgins), Lisa Henningsohn (Eliza Doolittle), J\u00fcrgen Schultz (Alfred P. Doolittle), Peer Sch\u00fcssler (Oberst Pickering),. Marianne Lang (Mrs. Higgins), Stefanie Rhaue (Mrs. Pearce), Florian B\u00e4nsch (Freddy Eynsford-Hill.), u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 23. April 2010 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Hof-My-fair-Lady.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1741\" title=\"Hof-My-fair-Lady\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Hof-My-fair-Lady.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"231\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Hof-My-fair-Lady.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Hof-My-fair-Lady-300x198.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Kurzinhalt<br \/>\n<\/strong>Professor Higgins, ein angesehener Sprachgelehrter, trifft auf die Blumenverk\u00e4uferin Eliza Doolittle. Ihre kraftvoll-vulg\u00e4re Sprache nimmt er als Beispiel f\u00fcr die Degenerierung der Muttersprache. Higgins glaubt, selbst sie k\u00f6nne eine anerkannte Dame sein sofern sie richtiges Englisch spr\u00e4che. Aufgrund einer Wette mit seinem Freund Oberst Pickering innerhalb von sechs Monaten aus Eliza eine Dame zu machen, beginnt Elizas schwere Lehrzeit bei dem eingefleischten Junggesellen. Den ersten Testlauf in der feinen Gesellschaft findet beim Pferderennen in Ascot statt. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf als Eliza im besten Englisch berichtet, da\u00df ihre Tante abgemurkst worden sei und ihr Pferd mit dem Ausruf anfeuert, ihm Pfeffer in den Arsch zu streuen. Im zweiten Anlauf vermag Eliza beim Diplomatenball im Buckingham Palace zu brillieren: So sauberes Englisch spricht man nur im Ausland, wahrscheinlich eine Prinzessin! Higgins und Pickering feiern die gelungene Arbeit, Eliza f\u00fchlt sich \u00fcbergangen. Es endet vers\u00f6hnlich, offen bleibt, wie sich Elizas Zukunft mit dem Professor, der doch so gerne Junggeselle ist, gestaltet.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<br \/>\n<\/strong>Die B\u00fchne zeigt den Platz vor der Oper, der sich durch einige Mauerteile, die einfach verschoben werden k\u00f6nnen, rasch in ein altenglisches Pub verwandelt. Das Arbeitszimmer von Henry Higgins ist ein B\u00fccherregal, die Rennbahn von Ascot reduziert sich auf eine mehrstufige Zuschauertrib\u00fcne. Das Teezimmer von Mrs. Higgins besteht aus einem Teetisch mit drei Korbst\u00fchlen, ein offener Platz ist durch eine Laterne charakterisiert.<br \/>\nDie Kost\u00fcme orientieren sich an den zwanziger Jahren in Europa, sind aber karikierend \u00fcbertrieben. Eliza tr\u00e4gt zuerst einen schwarzen Rock, nach ihrer Ausbildung ein helles Kost\u00fcm wie die \u00fcbrigen Damen der Gesellschaft. Die H\u00fcte der Damen sind \u00fcbergro\u00df und mit Blumenarrangements bekr\u00f6nt. Elizas Vater beginnt mit einem verschwitzten T-Shirt, Schieberm\u00fctze und Stiefeln, um mit einer bunten Weste, Zylinder und Hochzeitsanzug zu enden. Professor Higgins tr\u00e4gt eine \u201eGelehrtenuniform\u201c aus Strickweste mit obligatorischen Schonflecken an den Ellenbogen, die \u00fcbrigen Herren der Gesellschaft zumeist dunkle Einheits-Anz\u00fcge.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<br \/>\n<\/strong>\u00dcber die s\u00e4ngerischen Leistungen werden keine Bemerkungen gemacht, da diese \u00fcber Mikroport verst\u00e4rkt und teilweise auch verzerrt wurden. Einzig <strong>Florian B\u00e4nsch<\/strong> (Freddy Eynsford-Hill) schaffte es, die Lautsprecherstimme mit einem sehr wohlt\u00f6nenden Tenor zu \u00fcberstimmen. <strong>J\u00fcrgen Schultz<\/strong> und <strong>Peer Sch\u00fcssler<\/strong> konnten mit einer eher schauspielerisch orientierten Charakterstudie des Alfred Doolittle bzw. Oberst Pickering beeindrucken. Leider konnten einige der Darsteller der Regieanweisung, die Handlung lustig zu gestalten, nicht folgen, so z.B. ist Thilo Andersson, der kaum der bissige Weiberfeind Henry Higgins abgab, sondern nur die Haltung eines netten Jungen von nebenan zeigte. Genauso problematisch h\u00f6rte sich der Berliner Dialekt an. Besonders Lisa Henningsohn konnte mit ihrem nordischen Akzent das Berliner Blumenm\u00e4dchen nicht \u00fcberzeugend verk\u00f6rpern.<br \/>\n<strong>Lorenz C. Aichner<\/strong> versuchte die Musik von Frederick Loewe sehr schmissig zu interpretieren, macht auch ordentlich Tempo und setzte damit die Ballett-Einlagen unter Druck.<br \/>\n<strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Eine sehr detailverliebte Produktion, die hinsichtlich der Ausstattung keine Kosten scheute. Die elektronische Verst\u00e4rkung noch dazu im kleinen Opernhaus ist sowohl wirkungslos, als auch verzerrend und sollte wieder nicht benutzt werden, zumal dadurch eine Beurteilung s\u00e4ngerischer Leistungen kaum m\u00f6glich ist. Das Publikum war dennoch f\u00fcr einen bunten unterhaltsamen Abend sehr dankbar.<\/p>\n<p>Oliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: SFF Fotodesign Hof, Harald Dietz<br \/>\nDa Bild zeigt: Das Publikum verfolgt das Pferderennen in Ascot, wobei Eliza ihr Pferd anfeuert mit den Worten: <em>Lauf schneller, oder ich streu dir Pfeffer in den Arsch! <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Frederic Loewe, Musical in 2 Akten, Libretto: Alan Jay Lerner nach George Bernhard Shaws Pygmalion, Deutsch: Robert Gilbert, UA:1956, New York Regie: Karsten Jesgarz, B\u00fchne: Heiko M\u00f6nnich, Choreographie: Barbara Buser Dirigent: Lorenz C. 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