{"id":1679,"date":"2010-05-01T13:57:47","date_gmt":"2010-05-01T12:57:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1679"},"modified":"2010-05-10T14:03:42","modified_gmt":"2010-05-10T13:03:42","slug":"die-lustige-witwe-eisenach-landestheater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1679","title":{"rendered":"DIE LUSTIGE WITWE &#8211; Eisenach, Landestheater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Franz Leh\u00e1r (1870-1948), Operette in 3 Akten, Libretto: Victor L\u00e9on und Leo Stein nach der Kom\u00f6die <em>L\u00b4Attach\u00e9 d\u00b4ambassade<\/em> von Henri Meilhac, UA: 28. Dezember 1905, Wien, Theater an der Wien<br \/>\nRegie: Klaus Rak, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Christian Rinke, Choreographie: Tomasz Kajdanski und Axel Carle, Dramaturgie: Klaus Rak<br \/>\nDirigent: Alexander Steinitz, Meiniger Hofkapelle, Chor des Meininger Theaters, Ballett Eisenach<br \/>\nSolisten: Roland Hartmann (Baron Mirko Zeta), Maria Rosendorfsky (Valencienne), Erwin Belakowitsch (Graf Danilo Danilowitsch), Mary Anne Kruger (Hanna Glawari), Jacques le Roux (Camille de Rosillon), Erdem Baydar (Vicomte Cascada), Stan Meus (Raoul de St. Brioche) u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 30. April 2010 (Co Produktion mit Theater Meiningen)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<br \/>\n<\/strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Eisenach-Die-lustige-Witwe.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1680\" title=\"Eisenach-Die-lustige-Witwe\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Eisenach-Die-lustige-Witwe.gif\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Eisenach-Die-lustige-Witwe.gif 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Eisenach-Die-lustige-Witwe-300x199.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Baron Zeta will seinen Sekret\u00e4r Graf Danilo mit der reichen Witwe Hanna Glawari verkuppeln, um ihr Verm\u00f6gen f\u00fcr sein Land zu gewinnen. Nachdem Graf Danilo als junger Mann eine Eheschlie\u00dfung mit Hanna Glawari verwehrt blieb, entdecken sie ihre Liebe erneut. Um nicht in Verdacht zu geraten, sie nur ihres Geldes wegen zu heiraten, gibt Danilo sich ihr gegen\u00fcber k\u00fchl. Baron Zeta erf\u00e4hrt von der Aff\u00e4re seiner Frau mit Camille de Rosillon und ihrem Vorhaben, Camille mit Hanna zu verheiraten. Er bef\u00fcrchtet, das Geld verloren zu haben. Als Hanna von ihrem Verlust ihres Verm\u00f6gens bei einer Wiederverheiratung berichtet, erkl\u00e4rt Danilo seine Liebe zu ihr. Es stellt sich heraus, da\u00df Hanna ihr Verm\u00f6gen an ihren neuen Ehegatten verliert. Auf diese Art kann auch das F\u00fcrstentum des Barons Zeta gerettet werden.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<br \/>\n<\/strong>Das B\u00fchnenbild des ersten Aktes beschreibt einen Festsaal. Ein aus roten St\u00fchlen bildender Stuhlkreis nimmt das Zentrum der B\u00fchne ein. Kronleuchter und ein Stehtisch sind dem Schauplatz angepasste Details. Im zweiten Akt stellt die B\u00fchne ein Gartenfest dar. Die hintere Wand ist mit einer bunten Blumenwiese bemalt, wovor sich ein Gartenzaun befindet. Hinzu kommen ein Liegestuhl und eine Stehlampe auf der linken Seite und ein Pavillon auf der rechten Seite. Die B\u00fchne im dritten Akt verwandelt sich in das <em>Maxim\u2019s de Paris<\/em>. In der Mitte befindet sich ein l\u00e4ngliches, mit rotem Samt bedecktes Podest, das die Tanzfl\u00e4che der Frauen einnimmt. Links vorne steht ein schwarzes Klavier. Auff\u00e4llig sind die durchaus abwechslungsreichen und farbenfrohen Kost\u00fcme. Sie variieren zwischen eleganten Abendkleidern und schwarzen Anz\u00fcgen mit wei\u00dfem Hemd im ersten Akt, \u00fcber schlichte, wei\u00dfe Kleider und legere Kleidung, zu glitzernen, mit goldenen Fransen behangenen Kleidern und wei\u00dfen Anz\u00fcgen im letzten Akt. F\u00fcr das B\u00fchnenbild nimmt man verschiedene Gem\u00e4lde von Gustav Klimt.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<br \/>\n<\/strong>Die Meininger Hofkapelle unter <strong>Alexander Steinitz<\/strong> setzte einen musikalisch \u00fcberzeugenden Auftakt. Das Orchester \u00fcbert\u00f6nte die S\u00e4nger nur selten und pr\u00e4sentierte die Musik dynamisch differenziert. Auff\u00e4llig waren einige rhythmische Unsicherheiten. Dem Dirigenten gelang nicht immer ein stabiles Miteinander von S\u00e4ngern und Musikern herzustellen.<br \/>\n<strong>Mary Anne Kruger<\/strong> in der Rolle der Hanna Glawari gelang es, mit einer facettenreichen, ausdrucksstarken Gestaltung die emotionalen Befindlichkeiten ihrer Figur zu \u00fcbermitteln. Ihre kraftvolle Stimme nahm in der Mittellage eine zum Teil scharf klingende Klangfarbe an, aber sie verzauberte mit ihren sanft und klar klingenden hohen T\u00f6nen. Besonders mit ihrem Lied <em>Es lebt eine Vilja<\/em> (2. Akt) zog sie das Publikum in ihren Bann. Die Rolle des Grafen Danilo \u00fcbernahm <strong>Erwin Belakowitsch<\/strong>. Eine klare, jedoch vor allem in den H\u00f6hen gepre\u00dft klingende Tenorstimme zeigte er bei seinem Auftrittslied <em>O Vaterland <\/em>(1. Akt). In dem Duett <em>Dummer, dummer Reitersmann<\/em> (2. Akt) brachten Mary Anna Kruger und Erwin Belakowitsch ihre s\u00e4ngerische und schauspielerische Leistung zur Geltung. <strong>Jacques le Roux <\/strong>(Camille de Rosillon) wu\u00dfte seine dramatischen Passagen mit seiner m\u00e4chtig klingenden Stimme treffsicher zu bew\u00e4ltigen. Eine mindestens ebenso gro\u00dfe vokale \u00dcberzeugungskraft hatte <strong>Maria Rosendorfsky<\/strong> (Valencienne). Beide beeindruckten das Publikum vor allem mit ihrem Duett <em>Ich bin eine anst\u00e4nd\u00b4ge Frau<\/em> (1. Akt). <strong>Roland Hartmann<\/strong> (Baron Zeta) gl\u00e4nzte von Beginn an mit seiner kr\u00e4ftigen Baritonstimme. Die schauspielerische Darbietung aller S\u00e4nger war durchweg glaubw\u00fcrdig. Durch ihre \u00fcberzeugende Mimik und Ausdruckskraft konnten sie dem Publikum eine lebendige und mitrei\u00dfende Darstellung bieten. Die gut verst\u00e4ndlichen Dialoge taten ihr \u00dcbriges hinzu.<br \/>\n<strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Trotz einiger musikalischer Unsicherheiten kann diese Auff\u00fchrung als Erfolg verzeichnet werden. Das Publikum klatschte und lachte w\u00e4hrend der Auff\u00fchrung und f\u00fchlte sich gut unterhalten. Eine zur G\u00e4nze gelungene Produktion, die mit langanhaltendem Applaus gew\u00fcrdigt wurde.<\/p>\n<p>Saskia Hankel<\/p>\n<p>Bild: Erhard Driesel<br \/>\nDas Bild zeigt: Chor des Meiniger Theaters und Ballett des Eisenacher Landestheaters<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Franz Leh\u00e1r (1870-1948), Operette in 3 Akten, Libretto: Victor L\u00e9on und Leo Stein nach der Kom\u00f6die L\u00b4Attach\u00e9 d\u00b4ambassade von Henri Meilhac, UA: 28. 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