{"id":1579,"date":"2010-04-11T10:36:12","date_gmt":"2010-04-11T09:36:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1579"},"modified":"2010-04-14T10:41:37","modified_gmt":"2010-04-14T09:41:37","slug":"salome-heidelberg-opernzelt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1579","title":{"rendered":"SALOME &#8211; Heidelberg, Opernzelt"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Richard Strauss (1864-1949), Libretto: Richard Strauss nach Oskar Wildes gleichnamiger Dichtung, UA: 1905, Dresden, K\u00f6nigliches Opernhaus Dresden<br \/>\nRegie: Aurelia Eggers, B\u00fchne: Stefan Mannteuffel, Kost\u00fcme: Veronika Lindner, Dramaturgin: Tina Hartmann<br \/>\nDirigent: Cornelius Meister, Philharmonisches Orchester der Stadt Heidelberg<br \/>\nSolisten: Jusitine Viani (Salome), Winfrid Mikus (Herodes), Carolyn Frank (Herodias), Peter Felix Bauer (Jochanaan), Emilio Pons (Narraboth), Christina M\u00fcskens (Page der Herodias)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 10. April 2010 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<br \/>\n<\/strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Heidelberg-Salome.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1580\" title=\"Heidelberg-Salome\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Heidelberg-Salome.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Heidelberg-Salome.jpg 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Heidelberg-Salome-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Salome, die Tochter der Herodias, flieht bei einer Gesellschaft des Herodes vor dessen Blicken nach drau\u00dfen. Hier h\u00f6rt sie die Stimme des Propheten Jochanaan, der als Gefangener in der Zisterne laut predigt. Aus Neugier befiehlt sie den Wachen, ihn, entgegen des Verbots des Herodes, zu ihr zu bringen. Hauptmann Narraboth, der ihr verfallen ist, sorgt f\u00fcr die Ausf\u00fchrung ihres Befehls. Als Salome Jochanaan gegen\u00fcbersteht, \u00fcberkommt sie das Verlangen, ihn zu ber\u00fchren. Sie steigert sich in den unb\u00e4ndigen Wunsch, ihn zu k\u00fcssen, doch Jochanaan verweigert sich ihr standhaft und geht zur\u00fcck in den Kerker. Herodes verlegt die Gesellschaft nach drau\u00dfen und bittet Salome, f\u00fcr ihn zu tanzen. Er schw\u00f6rt, ihr als Belohnung alles zu geben, was sie sich w\u00fcnscht. Salome tanzt und fordert anschlie\u00dfend Jochanaans Kopf. Herodes bleibt nichts \u00fcbrig, als ihr diesen Wunsch mit gro\u00dfem Widerwillen zu erf\u00fcllen. Salome triumphiert, als sie Jochanaan endlich k\u00fc\u00dft. Herodes befiehlt, dies <em>Ungeheuer<\/em> zu t\u00f6ten.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<br \/>\n<\/strong>Im Hintergrund der halbrunden grauen B\u00fchne befindet sich eine etwa ein Meter hohe durchgehende Stufe, davor ist, ebenfalls durchgehend, eine halb so hohe Bank angebracht. Das Zentrum der B\u00fchne stellt eine an zwei Seiten geschlossene bewegliche Glasvitrine dar. Auf der B\u00fchne befinden sich au\u00dferdem ein Fr\u00fcchtekorb, eine Wasserflasche und mehrere Eimer mit Sand.<br \/>\nDie Kost\u00fcme sind modern gehalten, fast alle in unauff\u00e4lligen Farben wie schwarz, wei\u00df, grau oder beige. Salome tr\u00e4gt ein wei\u00dfes Kleid, schwarze Lederjacke und blaue Stiefel, die G\u00e4ste und Herodes tragen schwarze Anz\u00fcge, Herodias ein langes dunkles Ballkleid.\u00a0 Die S\u00e4nger stehen sich meist auf den Stufen im Hintergrund, von wo aus sie das Geschehen beobachten und kommentieren. Die Haupthandlung findet in und um die Glasvitrine statt, die Nazarener singen jedoch auch aus dem Publikum. Au\u00dferdem hat <strong>Aurelia Eggers<\/strong> auch einige Ver\u00e4nderungen an der Handlung vorgenommen, so wird Jochanaan zum Beispiel von Herodias get\u00f6tet, der Sklave von Herodes erw\u00fcrgt.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<br \/>\n<\/strong>In der Titelrolle begeisterte <strong>Justine Viani<\/strong>: sie sang ihre Rolle mit erstaunlicher Sicherheit und hat ihre Stimme fest im Griff; sogar im Liegen b\u00fc\u00dfte ihr Gesang nichts an Pr\u00e4zision ein. Ihre Stimme ist zwar in den tieferen Lagen etwas unscharf, in den hohen dagegen glasklar klanggewaltig. Im Mittelteil schien Viani etwas nachzulassen, um Kraft zu sparen. Das Finale strotze dann aber wieder vor Konzentration und Ausdrucksst\u00e4rke. <strong>Peter Felix Bauer<\/strong> (Jochanaan)\u00a0 verf\u00fcgt \u00fcber ein enormes Stimmvolumen, er lie\u00df sich nicht einmal vom Orchester im Forte \u00fcbert\u00f6nen. Seine Rolle sang er sehr einf\u00fchlsam und mit einer erstaunlichen Textverst\u00e4ndlichkeit, die nicht einmal, durchs Sprachrohr gesungen, leiden mu\u00dfte. <strong>Emilio Pons<\/strong> bot mit seiner samtartigen Stimme einen glaubhaft verliebten und leidenden Narraboth. <strong>Winfrid Mikus<\/strong> in der Rolle des Herodes wu\u00dfte seine zarte weiche Stimme durchaus auch herrscherisch einzusetzen und spielte seine Rolle mit beeindruckender Sicherheit und Pr\u00e4senz. <strong>Carolyn Frank<\/strong> dagegen lieh der Herodias ihre kr\u00e4ftige Stimme, die manchmal beinahe spitz klang.<br \/>\nHervorzuheben ist auch die Rollenbesetzung insgesamt, hier pa\u00dfte jede Stimme zum Charakter des Dargestellten. Das gesamte Ensemble wirkte beeindruckend sicher, als st\u00e4nde es schon seit Wochen mit <em>Salome<\/em> auf der B\u00fchne. Schauspielerisch war es hervorragend aufeinander abgestimmt, keine der Rollen stach heraus. Den Akteuren gelang es ohne Anstrengung in einem harmonischen Gesamtbild zu agieren und zeigte auch im Zusammenspiel mit dem Orchester genauste Pr\u00e4zision und viel Feingef\u00fchl.<br \/>\n<strong>Cornelius Meister<\/strong> leitete das Orchester mit kraftvoller Dynamik und f\u00fchrte es dabei zu erstaunlich differenziertem Klangreichtum. Er pr\u00e4sentierte eine konzentriert bis ins Feinste zugespitzte Musik, wobei es ihm gelang, die S\u00e4nger mit der Pr\u00e4senz des Orchesters dennoch nicht zu erdr\u00fccken, sondern sie vielmehr st\u00fctzend ins Rampenlicht zu stellen.<br \/>\n<strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Mit dieser in sich geschlossenen und beeindruckenden Darbietung wurde die Premiere von <em>Salome<\/em> zu einem gro\u00dfen Erfolg. Das Publikum honorierte diese gelungene Auff\u00fchrung mit st\u00fcrmischem und ausgiebigem Applaus und bedachte sowohl die S\u00e4nger als auch das Orchester mit begeisterten Bravorufen.<\/p>\n<p>Pia- Aatonia\u00a0 Lai<\/p>\n<p>Bild: Markus Kaesler<br \/>\nDas Bild zeigt: Peter Felix Bauer (Jochanaan), Justine Viani (Salome) (v.l.n.r.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Richard Strauss (1864-1949), Libretto: Richard Strauss nach Oskar Wildes gleichnamiger Dichtung, UA: 1905, Dresden, K\u00f6nigliches Opernhaus Dresden Regie: Aurelia Eggers, B\u00fchne: Stefan Mannteuffel, Kost\u00fcme: Veronika Lindner, Dramaturgin: Tina Hartmann Dirigent: Cornelius Meister, Philharmonisches Orchester der Stadt Heidelberg Solisten: Jusitine<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1579\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[90,1],"tags":[],"class_list":["post-1579","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-heidelberg-stadtische-buhne","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1579","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1579"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1579\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1582,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1579\/revisions\/1582"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1579"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1579"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1579"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}