{"id":146,"date":"2008-01-02T19:22:18","date_gmt":"2008-01-02T17:22:18","guid":{"rendered":"http:\/\/operapoint.com\/blog\/?p=146"},"modified":"2008-02-18T20:09:46","modified_gmt":"2008-02-18T18:09:46","slug":"deutsche-oper-berlin-la-donna-del-lago","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=146","title":{"rendered":"Deutsche Oper Berlin &#8211; LA DONNA DEL LAGO"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Gioacchino Rossini (1792-1868), Melodramma in zwei Akten, Libretto: Andrea Leone Tottola, nach dem Roman The Lady of the Lake von Sir Walter Scott<br \/>\nDirigent: Alberto Zedda, Orchester der Deutschen Oper Berlin; Ch\u00f6re: Hellwart Matthiesen und Chor der Deutschen Oper Berlin<br \/>\nSolisten: Antonio Siragusa (Giacomo V.), Reinhard Hagen (Duglas D\u2019Angus), Gregory Kunde (Rodrigo), Ruxandra Donose (Elena), Hadar Hal\u00e9vy (Malcom), Andion Fernandez (Albina), Yosep Kang (Serano)<br \/>\nKonzertante Auff\u00fchrung: 7. Dezember 2007 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><img ALIGN=\"right\" TITLE=\"La Donna del Lago\" ALT=\"La Donna del Lago\" SRC=\"http:\/\/operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/La-Donna-Berlin.jpg\" \/>Am 24. Oktober 1819 wurde Rossinis Oper Die Frau vom See unter gro\u00dfem Jubel der Zuschauer am San Carlo in Neapel aus der Taufe gehoben. La Donna del Lago war auch die gefeierte erste Auff\u00fchrung am 23. M\u00e4rz 1822 zu Rossinis mehrmonatigem Gastspiel in Wien. Das blieb auch so, bis sie durch \u201eAussterben des Belcanto\u201c von den Spielpl\u00e4nen verschwand. In neuerer Zeit wird die Oper wieder \u00f6fter aufgef\u00fchrt, so im vorigen Jahr (konzertant) bei den Rossini Festspielen in Wildbad unter der Leitung von Alberto Zedda.<br \/>\n<strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\nDie Frau vom See steht nicht zwischen zwei M\u00e4nnern, wie es so h\u00e4ufig ist, nein, sie steht zwischen drei M\u00e4nnern. Rodrigo ist sie vom Vater aus politisch-strategischen Gr\u00fcnden versprochen, Malcom, liebt sie, den Dritten Uberto lernt sie zuf\u00e4llig kennen. Uberto ist in Wirklichkeit Giacomo V, K\u00f6nig von Schottland. Er ist auf der Jagd und verliebt sich sofort in die sch\u00f6ne junge Frau. Am Ende jedoch verzichtet er gro\u00dfm\u00fctig auf Elena zugunsten von Malcolm. Doch damit nicht genug: der K\u00f6nig begnadigt auch Elenas Vater, seinen Widersacher im Kampf um die Macht.<br \/>\n<strong>Die Musik<\/strong><br \/>\nJagdhorn und Harfe verleihen der Musik einen ganz eigent\u00fcmlichen Klang, der zu der d\u00fcster mystischen Stimmung der Dichtung von Walter Scott pa\u00dft, nach der Andrea Leone Tottola das Libretto schrieb. Das weckt Erinnerungen an Carl Maria von Webers Der Freisch\u00fctz, der zwei Jahre nach La donna del lago in Berlin uraufgef\u00fchrt wurde.<br \/>\n<strong>Die Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDas Orchester der Deutschen Oper Berlin spielte unter Leitung von <strong>Alberto Zedda<\/strong> beschwingt und mit gro\u00dfer Leichtigkeit. In den kammermusikalisch durchkomponierten Passagen fehlte es nicht an Pr\u00e4zision. Der deutlichen Stabf\u00fchrung des ausgewiesenen Rossini-Kenners Zedda folgten die Orchestermusiker mit bet\u00f6render Italianit\u00e0. Und da der Chor in den Pianopassagen hervorragend und pr\u00e4zise sang und im Forte seine geballte Kraft gab, war es eine Wonne, der Musik zu folgen.<br \/>\nDie Ten\u00f6re <strong>Antonio Siragusa <\/strong>(Uberto\/Giacomo V.) und <strong>Gregory Kunde<\/strong> (Rodrigo) bew\u00e4ltigten ihre schweren Partien mit Bravour. Hierbei bestach vor allem Antonio Siragusa in den H\u00f6henlagen seiner hohen C\u2019s und D\u2019s. Reinhard Hagen als Douglas bot eine gesanglich gute Leistung, hatte gegen die tenorale \u00dcbermacht jedoch einen schweren Stand.<br \/>\n<strong>Ruxandra Donose<\/strong> (Elena) war optisch wie akustisch ein Genu\u00df. In ihrem fein nuancierten Belcantogesang verbanden sich vibrierende Sinnlichkeit und Eleganz. Elenas ber\u00fchmtes Terzett mit Uberto und Rodrigo im zweiten Akt geriet zum Ereignis.<br \/>\nAuch <strong>Hadar Hal\u00e9vy<\/strong> in der Hosenrolle des Malcolm sang einen wunderbaren Belcanto. Mit ihren dunklen eindrucksvollen Liebesklagen zog sie nicht nur Elena, sondern auch uns Zuh\u00f6rer in ihren Bann. <strong>Andion Fernandez <\/strong>(Albina) und <strong>Yosep Kang<\/strong> (Serano) f\u00fcgten sich ad\u00e4quat mit ihren kleineren Rollen in das hervorragende Ensemble.<br \/>\nZum Schlu\u00df sprangen die Zuh\u00f6rer alle auf zum gro\u00dfen Beifall f\u00fcr S\u00e4nger, Chor und Orchester und nat\u00fcrlich f\u00fcr den trotz seines Alters spritzige und vitale Grandseigneur der Rossini-Pflege, <strong>Alberto Zedda<\/strong>.<\/p>\n<p>Dr. Rolf J\u00fcrgen Schaffer\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Bild:\u00a0Bettina\u00a0St\u00f6ss<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gioacchino Rossini (1792-1868), Melodramma in zwei Akten, Libretto: Andrea Leone Tottola, nach dem Roman The Lady of the Lake von Sir Walter Scott Dirigent: Alberto Zedda, Orchester der Deutschen Oper Berlin; Ch\u00f6re: Hellwart Matthiesen und Chor der Deutschen Oper Berlin<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=146\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[46,1],"tags":[],"class_list":["post-146","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-berlin-deutsche-oper","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=146"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=146"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=146"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=146"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}