{"id":1380,"date":"2010-02-25T21:52:23","date_gmt":"2010-02-25T20:52:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1380"},"modified":"2010-04-02T21:33:18","modified_gmt":"2010-04-02T20:33:18","slug":"stockholm-folkoperan-der-silbersee-%e2%80%93-ein-wintermarchen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1380","title":{"rendered":"DER SILBERSEE \u2013 EIN WINTERM\u00c4RCHEN &#8211; Stockholm, Folkoperan"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Kurt Weill (1900-1950), B\u00fchnenspiel in drei Akten, Libretto: Georg Kaiser, schwedische \u00dcbersetzung von Iwar Bergkwist, UA: 18.\u00a0 Februar 1933, Leipzig, Neues Theater<br \/>\nRegie: Oskaras Korsunovas, B\u00fchne: Peter Lundquist, Kost\u00fcme: Kajsa Larsson, Licht: Torkel Blomkvist<br \/>\nDirigent: Joakim Unander, Folkoperans Orkester und Chor<br \/>\nSolisten: Torkel Petersson (Olim), Daniel Frank (Severin), Ulrika Mj\u00f6rndal (Fennimore), Ulrika Tenstam (Frau von Luber), Kaj Hagstrand (Baron Laur\/Lotterieagent\/Arzt), Martin Rask (erster Kamerad), Anders Kjellstrand (zweiter Kamerad), Frida Engstr\u00f6m (erste Verk\u00e4uferin\/Hausangestellte), Katja Zhylevich (zweite Verk\u00e4uferin\/Hausangestellte), Conny Thimander (Polizist) und Ulrika Nilsson (Krankenschwester\/Zofe)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 23. Feburar 2010 (Premiere), Gesang in schwedischer Sprache<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<br \/>\n<\/strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Stckholm-Silbersee.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1381\" title=\"Stckholm-Silbersee\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Stckholm-Silbersee.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"273\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Stckholm-Silbersee.jpg 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Stckholm-Silbersee-300x234.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Polizist Olim schie\u00dft den obdachlosen Severin an, obwohl er nur eine Ananas gestohlen hat. Der Dieb lebt als gesellschaftlicher Au\u00dfenseiter am Silbersee. Olim gewinnt in der Lotterie und entschlie\u00dft sich, das Schlo\u00df am Silbersee zu kaufen. Die Gewissensbisse plagen ihn so schwer, da\u00df er den verletzten Severin bei sich aufnimmt und ihn als Freund gewinnen will. Severin, der Depressionen von seiner Verwundung davontr\u00e4gt, erf\u00e4hrt bald, da\u00df es Olim ist, an dem er Rache nehmen will. Die Haush\u00e4lterin Frau von Luber spielt die beiden M\u00e4nner gegeneinander aus, so da\u00df sich Olim bedroht f\u00fchlt und ihr seinen ganzen Besitz \u00fcbertr\u00e4gt. Frau von Luber feiert mit Baron Laur ihren Triumph und vertreibt Olim und Severin aus dem Schlo\u00df. Die beiden M\u00e4nner sind gezwungen zum Silbersee zur\u00fcckzukehren. Sie werden Freunde und wollen gemeinsam in den Tod gehen. Der Silbersee friert zu, obwohl es Fr\u00fchling ist. So k\u00f6nnen Olim und Severin letztendlich ein neues Leben auf der anderen Seite des Sees beginnen.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<br \/>\n<\/strong>Das B\u00fchnenbild zeigt eine Art silbermetallenes Bauger\u00fcst, das zu beiden Seiten symmetrisch aufgebaut ist. An den Seiten befinden sich Treppenstufen und in der Mitte eine Wendeltreppe, wodurch auf der B\u00fchne drei Ebenen geschaffen sind. Da alles transparent gehalten ist, ist im Hintergrund das Orchester zu erkennen, wie oft in der Folkopera. Im Vordergrund befindet sich ein doppelter Boden, aus dem Requisiten und auch Darsteller hervorkommen. Die Kost\u00fcme sind durchweg am Silbersee orientiert: Schwarz, grau und wei\u00df sind die dominierenden Farben. Das B\u00fchnenbild wird auf den Leinw\u00e4nden durch Dias und Filme erg\u00e4nzt. So sind unter anderem der Silbersee, Arbeitsszenen aus den 30er Jahren, Einkaufswaren, ein Kronleuchter, Ananas und R\u00f6ntgenbilder zu erkennen. Die Bilder sind bewegt und wandern manchmal von einer Leinwand zur anderen.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<br \/>\n<\/strong>Das Orchester unter der Leitung von <strong>Joakim Unander <\/strong>bringt eine ordentliche Leistung, ohne sich in den Vordergrund zu dr\u00e4ngen. Die Eins\u00e4tze sind exakt. Bei der Ouvert\u00fcre mu\u00df das Trompetenspiel lobend hervorgehoben werden. Erw\u00e4hnenswert ist, da\u00df die Musiker in einer Szene mitspielen und wildes Gemurmel von sich geben. <strong>Torkel Petersson<\/strong> als Olim kommt mit seiner K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe und auch seinem Ba\u00df gewaltig daher. Er zeigt eine konstante Leistung, sowohl seine Sprech- als auch seine Singstimme sind ausdrucksstark, und seine Tanzeinlagen und akrobatischen Einlagen an der h\u00f6chsten Wendeltreppe sind beeindruckend und be\u00e4ngstigend zugleich. <strong>Daniel Frank<\/strong> als Severin verk\u00f6rpert den obdachlosen Landstreicher und den traumatisierten Verletzten glaubw\u00fcrdig. Sein Solo im Rollstuhl ist mit seinem gro\u00dfen Tonumfang einer der H\u00f6hepunkte des Abends. <strong>Ulrika Tenstam<\/strong> als Frau von Luber wirkt wie eine exzentrische, durchtriebene Herrin, die auf alle anderen hinabschaut. Die Arroganz ist auch in ihrer Stimme wiederzuerkennen, und ihre H\u00f6hen sind schrill und eindringend. Erw\u00e4hnenswert sind weiterhin die Chorszenen, in denen die Stimmen den ganzen Raum f\u00fcllen. Auch t\u00e4nzerisch ist der <strong>Chor<\/strong> gut aufeinander abgestimmt, hier gilt ein besonderes Lob der Choreographin <strong>Edita Stundyte<\/strong>.<br \/>\n<strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Ein sagenhafter Abend in der Folkopera. Die schwedische \u00dcbersetzung von <strong>Iwar Bergkwist<\/strong> l\u00e4\u00dft eine \u00fcberzeugende Inszenierung zu. Der reale Winter und die K\u00e4lte Schwedens werden auf das Winterm\u00e4rchen auf der B\u00fchne \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Frederike Arns<\/p>\n<p>Bild: Mats B\u00e4cker<br \/>\nDas Bild zeigt: \u00a0Ulrika Mj\u00f6rndal (Fennimore)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Kurt Weill (1900-1950), B\u00fchnenspiel in drei Akten, Libretto: Georg Kaiser, schwedische \u00dcbersetzung von Iwar Bergkwist, UA: 18.\u00a0 Februar 1933, Leipzig, Neues Theater Regie: Oskaras Korsunovas, B\u00fchne: Peter Lundquist, Kost\u00fcme: Kajsa Larsson, Licht: Torkel Blomkvist Dirigent: Joakim Unander, Folkoperans Orkester<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1380\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,121],"tags":[],"class_list":["post-1380","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-oper"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1380","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1380"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1380\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1528,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1380\/revisions\/1528"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1380"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1380"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}