{"id":1377,"date":"2010-03-16T23:01:08","date_gmt":"2010-03-16T22:01:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1377"},"modified":"2010-03-28T10:33:21","modified_gmt":"2010-03-28T09:33:21","slug":"darmstadt-staatstheater-der-rosenkavalier","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1377","title":{"rendered":"DER ROSENKAVALIER &#8211; Darmstadt, Staatstheater"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p>von Richard Strauss (1864-1949), Kom\u00f6die f\u00fcr Musik in drei Aufz\u00fcgen, Libretto: Hugo von Hofmannsthal<br \/>\nUA: 26. Januar 1911, Dresden<br \/>\nRegie: Peter Lund, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Claudia Doderer, Choreinstudierung: Andr\u00e9 Weiss<br \/>\nDirigent: Constantin Trinks, Staatsorchester, Chor, Kinderchor und Statisterie des Staatstheaters Darmstadt<br \/>\nSolisten: Yamina Maamar (Feldmarschallin F\u00fcrstin Werdenberg), Albert Pesendorfer (Baron Ochs von Lerchenau), Carine S\u00e9chaye (Octavian), Werner Volker Meyer (Herr von Faninal), Aki Hashimoto (Sophie), Susanne Serfling (Jungfer Marianne Leitmetzerin), Jeffrey Treganza (Valzacchi), Elisabeth Hornung (Annina) u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 13. M\u00e4rz 2010 (Premiere)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<br \/>\n<\/strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Darmstadt-Rosenkavalier.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1378\" title=\"Darmstadt-Rosenkavalier\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Darmstadt-Rosenkavalier.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Darmstadt-Rosenkavalier.jpg 350w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Darmstadt-Rosenkavalier-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a>Die Feldmarschallin hat die Nacht mit ihrem Geliebten Octavian verbracht, doch pl\u00f6tzlich steht ihr Vetter Baron Ochs vor der T\u00fcr und Octavian kann sich gerade noch als Kammerzofe Mariandl verkleiden. Er wird vom Baron bedr\u00e4ngt, der allerdings auch von seinen Heiratspl\u00e4nen mit Sophie erz\u00e4hlt und die Marschallin um die Vermittlung eines Rosenkavaliers bittet. Sie schl\u00e4gt daraufhin Octavian vor. Nachdem Bittsteller und H\u00e4ndler der Marschallin ihre Aufwartung gemacht haben, prophezeit sie Octavian, da\u00df er sie eines Tages wegen einer j\u00fcngeren Frau verlassen werde. Im Palais des Herrn Faninal wird der Rosenkavalier sehns\u00fcchtig erwartet, und als Octavian eintritt, verliebt er sich sogleich in Sophie, die Braut des Barons. Als Ochs dies erf\u00e4hrt, duelliert er sich mit Octavian. Dieser wird aus dem Haus gejagt, spielt aber\u00a0 Ochs einen Brief zu, in dem er ihn zu einem Treffen mit Mariandl bittet. In einem Gasthaus wird der Baron nun in eine Falle gelockt. Er wird vom herbeigerufenen Kommissar beschuldigt, ein ehrbares B\u00fcrgerm\u00e4dchen verf\u00fchrt zu haben, und daraufhin kann die Verlobung mit Sophie von ihrem Vater Faninal gel\u00f6st werden. Die Marschallin erscheint und kl\u00e4rt die Zusammenh\u00e4nge auf. Octavian mu\u00df sich nun zwischen der Marschallin und Sophie entscheiden, doch die Marschallin sieht ihre Vision erf\u00fcllt und \u00fcberl\u00e4\u00dft ihn der j\u00fcngeren Konkurrentin.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<br \/>\n<\/strong>Einem sehr schlichten B\u00fchnenbild mit wenigen Requisiten auf der einen Seite stehen in der Darmst\u00e4dter Auff\u00fchrung pr\u00e4chtige, ausladende Rokoko-Kost\u00fcme entgegen, welche dem Handlungsort, dem Wien der Mitte des 18. Jahrhunderts, Rechnung tragen. Die B\u00fchne wird in jedem Akt in neue Farben getaucht, bleibt aber durchweg weich schimmernd und hell und versucht nicht, mit den Akteuren in Konkurrenz zu treten. Nicht ganz deutlich wird allerdings die Symbolik des kleinen Engels im Glaskasten, der im dritten Akt auf der B\u00fchne steht.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<br \/>\n<\/strong>Der Abend geh\u00f6rte eindeutig den Damen: <strong>Yamina Maamar<\/strong> (Feldmarschallin) und <strong>Aki Hashimoto<\/strong> (Sophie) verzauberten das Publikum durch ihre ausdrucksstarken Stimmen. Auf der schlicht gehaltenen B\u00fchne f\u00fchlten sich beide sichtlich wohl, und besonders Yamina Maamar konnte ihr Stimmvolumen sehr gut entfalten. Absolut herausragend war <strong>Carine S\u00e9chaye<\/strong> als Octavian, die sich mit ihrer wendigen Stimme in jede Szene perfekt hinein versetzen konnte. Sie gl\u00e4nzte als eher sch\u00fcchterne Zofe Mariandl, die sich der Ann\u00e4herungsversuche zu wehren versucht, genauso wie in der Rolle des Liebhabers, der sich schlie\u00dflich hin- und hergerissen f\u00fcr Sophie entscheidet. <strong>Albert Pesendorfer<\/strong> in der Rolle des Baron Ochs von Lerchenau beeindruckte das Publikum durch eine Bruststimme, die auch in den tiefen Lagen dieser Partie durchweg pr\u00e4sent ist und nichts an ihrer Tonsicherheit einb\u00fc\u00dft. <strong>Werner Volker Meyer<\/strong> gab den Faninal mit gewohnt warmer und angenehmer Stimme. Sch\u00f6n war bei allen Darstellern die Komik, die durch Gestik und Mimik hervorgerufen wurde und ohne andere Hilfsmittel auskam. Auch die Aktionen zwischen den Darstellern auf der B\u00fchne waren durchgehend ausdrucksstark und nat\u00fcrlich. Stellenweise h\u00e4tte man sich mehr dynamische Differenzierung von seiten des Kapellmeisters gew\u00fcnscht, denn gegen die instrumentale Masse kamen die S\u00e4nger in den Pianopassagen zum Teil nur schwer an. <strong>Constantin Trinks<\/strong> versteht es, die musikalischen Stimmungswechsel umzusetzen. Die Wechsel zwischen den massiv instrumentierten Orchesterpassagen und kammermusikalischen Abschnitten dirigierte er mit viel Enthusiasmus und einem sehr feinen Gesp\u00fcr f\u00fcr die richtigen Akzente. Das <strong>Darmst\u00e4dter Staatsorchester<\/strong> folgte seinen Vorstellungen mit Flexibilit\u00e4t und Leichtigkeit.<br \/>\n<strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Leider wurden auch bei diesem St\u00fcck wieder \u00dcbertitel eingeblendet, die vom Geschehen auf der B\u00fchne oft ablenkten. Das Publikum honorierte jedoch die musikalische Leistung mit lauten Bravorufen schon nach dem zweiten Akt und war vom Darmst\u00e4dter <em>Rosenkavalier<\/em> sichtbar begeistert. Endlich wieder eine nicht zwanghaft modernisierte Fassung!<\/p>\n<p>Sophia Kr\u00fcger<\/p>\n<p>Bild: Barbara Aum\u00fcller<br \/>\nDas Bild zeigt Albert Pesendorfer (Baron Ochs), Carine S\u00e9chaye (Octavian) und Aki Hashimoto (Sophie).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Richard Strauss (1864-1949), Kom\u00f6die f\u00fcr Musik in drei Aufz\u00fcgen, Libretto: Hugo von Hofmannsthal UA: 26. 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