{"id":1150,"date":"2010-03-10T11:38:19","date_gmt":"2010-03-10T10:38:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1150"},"modified":"2010-03-28T10:42:00","modified_gmt":"2010-03-28T09:42:00","slug":"dusseldorf-deutsche-oper-am-rhein-rigoletto","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1150","title":{"rendered":"RIGOLETTO &#8211; D\u00fcsseldorf, Deutsche Oper am Rhein"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Melodramma in drei Akten, Libretto: Francesco Maria Piave nach Victor Hugos <em>Le Roi s\u2019amuse<br \/>\n<\/em>UA: 11. M\u00e4rz 1851 Venedig, Teatro La Fenice<br \/>\nRegie: David Hermann, B\u00fchne: Alexander Polzin, Kost\u00fcme: Cristina Nyffeler, Dramaturgie: Bernhard F. Loges, Licht: Volker Weinhart.<br \/>\nDirigent: Johannes Debus, D\u00fcsseldorfer Symphoniker, Herrenchor der Deutschen Oper am Rhein, Choreinstudierung: Christoph Kurig<br \/>\nSolisten: Boris Statsenko (Rigoletto), Andrej Dunaev (Herzog von Mantua), Olesya Golovneva (Gilda), Daniel Djambazian (Graf von Monterone), Rolf Broman (Graf von Ceprano), Jaclyn Bermudez (Gr\u00e4fin von Ceprano), Dmitri Vargin (Marullo), Florian Simson (Borsa), Timo Riihonen (Sparafucile), Katarzyna Kuncio (Maddalena), Iryna Vakula (Giovanna), Franz-Martin Preihs (Henker), Chieko Higashi (Page)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 7. M\u00e4rz 2010 (Premiere: 5. M\u00e4rz 2010)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<br \/>\n<\/strong><a title=\"Duesseldorf-Rigoletto\" href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Duesseldorf-Rigoletto.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Duesseldorf-Rigoletto.jpg\" alt=\"Duesseldorf-Rigoletto\" align=\"right\" \/><\/a>Der Herzog von Mantua, ein klassischer Casanova, hat in der Kirche eine auf ihn besonders wirkende Dame entdeckt, unwissend, da\u00df es sich hierbei um Gilda handelt, die Tochter seines Hofnarren Rigoletto, die dieser versteckt. Doch auch die H\u00f6flinge wissen bereits von ihr, halten sie jedoch f\u00fcr Rigolettos Geliebte. Nachdem der Narr es wieder zu weit getrieben hat, wird er verflucht und die erbosten H\u00f6flinge beschlie\u00dfen, Gilda zu entf\u00fchren. Nachdem sich der Herzog Zugang zu Gilda verschafft hat und sie sich ihrer Liebe versichert haben, entf\u00fchren die H\u00f6flinge separat Gilda. Durch eine List wirkt Rigoletto aktiv an der Entf\u00fchrung mit. Gilda wird ins Schlo\u00df geschafft \u2013 der Herzog kann sein Gl\u00fcck kaum fassen. Rigoletto verzweifelt dar\u00fcber und beauftragt den M\u00f6rder Sparafucile, den Herzog zu ermorden. Dessen attraktive Schwester lockt den Herzog in Sparafuciles Wirtshaus. Obwohl Gilda ansieht, wie der Herzog mit einer Dirne verkehrt, verlischt ihre Liebe nicht und sie l\u00e4\u00dft sich an seiner statt umbringen. Als Rigoletto seine sterbende Tochter entdeckt, erinnert er sich an Monterones Fluch.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<br \/>\n<\/strong>Die Inszenierung bringt nur wenige Requisiten auf die B\u00fchne. Lediglich Rigolettos Haus mit einem tristen Gef\u00e4ngniszimmer wird dargestellt, die Szenen am Hof von Mantua gehen komplett ohne Kulissen \u00fcber die B\u00fchne. Ab dem zweiten Akt befindet sich zudem eine Vielzahl von Schaufensterpuppen auf der B\u00fchne. Das Wirtshaus Sparafuciles wird nur noch durch eine \u00fcber dem Boden schwebende Platte repr\u00e4sentiert.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<br \/>\n<\/strong>Schon in der Ouvert\u00fcre haben die <strong>D\u00fcsseldorfer Symphoniker<\/strong> unter der musikalischen Leitung von <strong>Johannes Debus<\/strong> ihre Probleme: Nicht alle Instrumente setzen immer exakt auf Schlag ein, was das Klangerlebnis tr\u00fcbt. Im weiteren Verlauf spielt das Orchester dann in einer Lautst\u00e4rke, die f\u00fcr einige S\u00e4nger zu einer echten Belastung wird. So ben\u00f6tigt der M\u00e4nnerchor beispielsweise in <em>Scorrendo uniti remota via \u2013 Als wir kurz nach Sonnenuntergang<\/em> zu Beginn des zweiten Akts mehrere Takte, um seinen eigentlich ausdrucksvollen Klang \u00fcber das Orchester hinweg h\u00f6rbar zu machen. Manchmal aber geht der Chor auch \u00fcber l\u00e4ngere Strecken einfach unter. Auch <strong>Andrej Dunaev <\/strong>(Herzog von Mantua) leidet vor allem im ersten Akt an fehlender Durchschlagskraft. Wenn er jedoch seine Stimmf\u00fchrung in den Mittelpunkt seines Gesanges stellen kann, wie in dem \u201eSchlager\u201c <em>La donna \u00e8 mobile \u2013 Frauen sind unbest\u00e4ndig, <\/em>\u00fcberzeugt er mit sch\u00f6ner Gestaltung und lyrischem Gesang. In diesem Bereich kann auch <strong>Olesya Golovneva<\/strong> (Gilda) \u00fcberzeugen. Leider forciert sie in <em>O mio padre \u2013 O mein Vater <\/em>zu sehr in der H\u00f6he. Da\u00df sie diese jedoch eigentlich beherrscht, zeigt sie in <em>Figlia\u2026 Mio padre! \u2013 Tochter\u2026 Mein Vater. <\/em><strong>Boris Statsenko <\/strong>(Rigoletto) ist die beste Leistung an diesem Abend zuzurechnen: Bereits im ersten Akt wei\u00df sein klagender Ton zu gefallen. In St\u00fccken wie <em>Ah ell\u2019\u00e8 qui dunque! \u2013 Ach, also ist sie hier! <\/em>beweist er jedoch auch seine F\u00e4higkeiten im dramatischen Gesang. <strong>Daniel Djambazin <\/strong>(Il Conte di Monterone) wei\u00df mit einem schlanken, nat\u00fcrlichen Gesang zu \u00fcberzeugen, der trotzdem bedrohend wirkt.<br \/>\n<strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Die S\u00e4nger an diesem Abend wissen zu gefallen, was man vom Orchester nur bedingt behaupten kann. Auch die Inszenierung kann leider nicht \u00fcberzeugen: Sie strapaziert die Idee der Schaufensterpuppen \u00fcber die Ma\u00dfe und \u00e4ndert dabei Teile der Handlung ab: So wird die im Libretto vorhandene Zuneigung von Gilda zu ihrem Vater hier durch das Schauspiel konterkariert. Auch wirkt Rigoletto nur passiv an Gildas Entf\u00fchrung mit.<\/p>\n<p>Malte Wasem<\/p>\n<p>Bild: Thilo Beu<br \/>\nDas Bild zeigt: Gilda (Olesya Golovneva) und Rigoletto (Boris Statsenko)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Melodramma in drei Akten, Libretto: Francesco Maria Piave nach Victor Hugos Le Roi s\u2019amuse UA: 11. M\u00e4rz 1851 Venedig, Teatro La Fenice Regie: David Hermann, B\u00fchne: Alexander Polzin, Kost\u00fcme: Cristina Nyffeler, Dramaturgie: Bernhard F. 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