{"id":112,"date":"2007-12-02T11:37:06","date_gmt":"2007-12-02T09:37:06","guid":{"rendered":"http:\/\/operapoint.com\/blog\/?p=112"},"modified":"2008-02-18T20:18:28","modified_gmt":"2008-02-18T18:18:28","slug":"london-covent-garden-royal-opera-house-l%e2%80%99elisir-d%e2%80%99amore","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=112","title":{"rendered":"London Covent Garden &#8211; Royal Opera House &#8211; L\u2019ELISIR D\u2019AMORE"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gaetano Donizetti, Melodramma giocoso in zwei Akten, Libretto von Felice Romani nach Le Philtre von Eug\u00e8ne Scribe; Urauff\u00fchrung: 12. Mai 1832, Mailand<br \/>\nKoproduktion mit Op\u00e9ra National de Paris (2006), Premiere London: 13.11.2007<br \/>\nRegie\/Kost\u00fcme: Laurent Pelly, B\u00fchnenbild: Chantal Thomas, Licht: Jo\u00ebl Adam<br \/>\nDirigent: Mikko Franck, Orchester und Chor des Royal Opera House<br \/>\nSolisten: Aleksandra Kurzak (Adina), Stefano Secco (Nemorino), Paolo Gavanelli (Doktor Dulcamara), Ludovic T\u00e9zier (Belcore), Kishani Jayasinghe (Gianetta), u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 24. November 2007 (eine Vorstellung zu Ehren Luciano Pavarottis)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<img ALIGN=\"right\" TITLE=\"L'elisier D'amore\" ALT=\"L'elisier D'amore\" SRC=\"http:\/\/operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/12\/Lelisier.jpg\" \/>Romanis in die italienische Idylle \u00fcbersetzte Geschichte erz\u00e4hlt von Nemorino, einem einfachen Bauern der ungl\u00fccklich in die reiche Adina verliebt ist, die ihrerseits die Freiheit und das Abenteuer liebt. In der Eingangsszene liest Adina zur gro\u00dfen Erheiterung ihrer Zuh\u00f6rerschaft die Geschichte des Liebestrankes aus dem M\u00e4rchen von Tristan und Isolde vor. Der galante Sergeant Belcore, in der Gegend um Soldaten zu rekrutieren, kommt ins Dorf und h\u00e4lt leidenschaftlich um Adinas Hand an. Nemorino ist entt\u00e4uscht und ungl\u00fccklich.<br \/>\nIns Dorf kommt ebenfalls Dulcamara, ein reisender Quacksalber, um seine Wunder-Elixiere zu verkaufen. In seinem Liebeskummer bittet Nemorino den Wunderdoktor um den Liebestrank, der nichts anderes ist als eine Flasche Bordeaux. Angeheitert durch den Wein ist Nemorino sich sicher, da\u00df Adina ihn liebt und spielt ihr gegen\u00fcber den Gleichg\u00fcltigen, wor\u00fcber Adina sich sehr wundert und verunsichert ist.<br \/>\nW\u00e4hrend der Hochzeitsvorbereitung Adinas mit Belcore \u2013 sie hat dessen Dr\u00e4ngen nachgegeben und ihm die Ehe zugesagt \u2013 bittet Nemorino Dulcamara um eine weitere Flasche des Elixiers. Um dieses bezahlen zu k\u00f6nnen, verdingt er sich als Soldat bei Belcore.<br \/>\nDie Kunde vom Tod eines reichen Onkels von Nemorino verbreitet sich rasch im Dorf. Pl\u00f6tzlich umwerben alle Dorfsch\u00f6nen Nemorino, was dieser der Wirkung des  Elixiers zuschreibt. Unterdessen erf\u00e4hrt Adina, da\u00df Nemorino sich als Soldat verdingt hat, um ihre Liebe doch noch zu bekommen. Kurz entschlossen kauft sie Nemorinos Vertrag zur\u00fcck, um ihn zu heiraten. Das ganze Dorf, \u00fcberzeugt von der Wirkung des \u201eLiebeselixiers\u201c, kauft dem freudestrahlenden Dulcamara alle Restflaschen des Elixiers ab.<br \/>\n<strong>Die Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDie Pastoralatmosph\u00e4re verlegt <strong>Laurent Pelly<\/strong> ins Italien der f\u00fcnfziger Jahre. Man erlebt eine witzige, jedoch nie unpassende Darstellung mit einer F\u00fclle liebevoller Details. Die Dichte und Schnelligkeit der Regieeinf\u00e4lle sind sorgsam ausbalanciert: Vespas, Fahrr\u00e4der, Menschen und sogar Hunde huschen gelegentlich \u00fcber die B\u00fchne, unaufdringlich genug, um nicht von der Musik abzulenken.<br \/>\nDer glasklare und wundersch\u00f6ne Tenor des jungen, noch eher unbekannten <strong>Stefano Secco<\/strong> war eine der gro\u00dfen Entdeckungen des Abends, der zudem mit solider schauspielerischer Leistung als d\u00fcmmlicher Nemorino \u00fcberzeugte. Sp\u00e4testens bei seiner Romanza una furtiva lagrima honorierte auch das verw\u00f6hnten Londoner Publikum seine Leistung. Trotz ihres strahlenden Soprans und meisterhaft sauber gesungen L\u00e4ufen verbla\u00dfte <strong>Aleksandra Kurzak<\/strong> (Adina) neben diesem au\u00dferordentlichen S\u00e4nger.<br \/>\nDie Rolle Dulcamaras war <strong>Paolo Gavanelli<\/strong> geradezu auf den Leib geschrieben. Er fuhr mit einem konvertierbaren Wohnschlafpraxis-Lastwagen vor, um seine Einf\u00fchrungsarie udite o rustici vor Anatomiemodellen und Arzneigl\u00e4sern zu singen. So \u00fcberzeugend verk\u00f6rperte er den Doktor, man h\u00e4tte sich nicht gewundert, ihm nach der Auff\u00fchrung seinen Liebestrank anpreisend im Londoner Westend zu begegnen, neben den \u00fcblichen Kleink\u00fcnstlern und Fahrradrikschas. Mit seinem reinem und tragenden Ba\u00df-Buffo meisterte er gekonnt die schnellen, stakkatoartigen Gesangslinien seiner Rolle. <strong>Ludovic T\u00e9zier<\/strong> hingegen sang einen sauberen, aber recht einfallslosen Belcore. <strong>Mikko Franck <\/strong>dirigierte ein wenig enthusiastisches Opernhausorchester. Doch Pr\u00e4zision und Tempo entsprach dem \u00fcblichen Rahmen.<\/p>\n<p>Mit dieser Inszenierung ist Laurent Pelly ein gro\u00dfer Wurf gelungenen, wozu die hochmotivierten Solisten nicht wenig beitrugen. Ein einzigartiger und unverge\u00dflicher Abend von hoher Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Dr. Dominik Zenner\t\t\t\t\t\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Bild: Catherine Ashmore<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gaetano Donizetti, Melodramma giocoso in zwei Akten, Libretto von Felice Romani nach Le Philtre von Eug\u00e8ne Scribe; Urauff\u00fchrung: 12. Mai 1832, Mailand Koproduktion mit Op\u00e9ra National de Paris (2006), Premiere London: 13.11.2007 Regie\/Kost\u00fcme: Laurent Pelly, B\u00fchnenbild: Chantal Thomas, Licht:<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=112\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34,1],"tags":[],"class_list":["post-112","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-london-covent-garden-royal-opera-house","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=112"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/112\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}