{"id":1054,"date":"2010-02-12T00:23:17","date_gmt":"2010-02-11T22:23:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1054"},"modified":"2010-03-21T13:24:45","modified_gmt":"2010-03-21T12:24:45","slug":"aachen-stadttheater-eugen-onegin","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1054","title":{"rendered":"Aachen, Stadttheater &#8211; EUGEN ONEGIN"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Peter I. Tschaikowsky, lyrische Szenen in drei Akten, Libretto von Alexander Puschkin, UA: 29. M\u00e4rz 1879, Moskau<br \/>\nRegie: Ludger Engels, B\u00fchne: Ric Schachtebeck, Kost\u00fcme: Julia Kaschlinski<br \/>\nDirigent: Daniel Jakobi, Aachener Sinfonieorchester und Opernchor des Theater Aachen, Choreinstudierung: Frank Flade<br \/>\nSolisten: Leila Pfister (Larina), Irina Popova (Tatjana), M\u00e9lanie Forgeron (Olga), Rebecca Raffell (Filipjewna), Hr\u00f3lfur Saemundsson (Eugen Onegin), Yikun Chung (Lenski), Randall Jakobsh (F\u00fcrst Gremin)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 7. Februar 2010 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"aachen-eugen-onegin.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/aachen-eugen-onegin.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"aachen-eugen-onegin.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/aachen-eugen-onegin.jpg\" \/><\/a>Die Gutsbesitzerin Larina hat zwei T\u00f6chter, Olga und Tatjana. Der Dichter Lenski ist in Olga verliebt und stattet der Familie zusammen mit seinem Freund, dem dandyhaften Eugen Onegin, einen Besuch ab. Tatjana verliebt sich augenblicklich in Onegin. In einem Liebesbrief gesteht sie ihm ihre Gef\u00fchle. Doch Onegin weist sie zur\u00fcck. Auf Tatjanas Namenstag wirbt Onegin um Olga, um Lenski eifers\u00fcchtig zu machen, der ihn zum Duell fordert. Im Zweikampf t\u00f6tet Onegin Lenski. Jahre sp\u00e4ter trifft Onegin Tatjana wieder. Sie ist inzwischen verheiratet. Pl\u00f6tzlich bemerkt Onegin, da\u00df er in Tatjana verliebt ist und bereut seine Taten. Tatjana, die Onegin trotz allem noch liebt, gibt ihm aber keine zweite Chance, da sie ihrem Mann treu bleiben will. Entt\u00e4uscht erkennt Onegin, da\u00df er sein Leben verschenkt hat.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nEin Einheitsb\u00fchnenbild deutete zu Beginn der Oper das Larinische Gut an, lediglich ein paar gef\u00e4llte B\u00e4ume sollten l\u00e4ndliche Atmosph\u00e4re erzeugen. Ansonsten sah man auf der B\u00fchne: graue Holzverkleidung am Boden und an der hinteren Wand. Die Kost\u00fcme pa\u00dften sich dem an. Sie waren einfach gehalten in schwarz, grau und wei\u00df. Ein burschikoser Hosenanzug mit Reitstiefeln kleidete die Gutsherrin Larina. Ihre T\u00f6chter Tatjana und Olga trugen z\u00fcchtige schwarze R\u00f6cke mit wei\u00dfen Blusen; ebenso pr\u00e4sentierte sich die Landbev\u00f6lkerung. Eugen Onegin hob sich von der traditionsbewu\u00dften Gesellschaft ab: Er erschien im schwarzen Anzug mit Lederjackett und klobigen Stiefeln, ein Auftritt als Draufg\u00e4nger. Russisches Lokalkolorit wurde nur sehr dezent miteingebracht, z.B. durch klischeehaft best\u00e4ndiges Wodkatrinken bei den Feiern und die russischen Volkst\u00e4nze.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\n<strong>Leila Pfister<\/strong> (Larina) verk\u00f6rperte die herrische Gutsbesitzerin mit Hilfe ihrer warmen aber gut forcierten Mezzosopranstimme und kommandierender Gesten. An ihrer Seite spielte <strong>Rebecca Raffell<\/strong> (Filipjewna) die ergebene Amme. Sie pa\u00dfte durch ihre ausnehmend dumpfe und dunkle Stimme, die eine warmherzige M\u00fctterlichkeit ausstrahlte, sehr gut in die Rolle.<strong> Irina Popovas<\/strong> (Tatjana) anspruchsvolle Aufgabe war es, sich vor allem in der Briefsszene <em>Puskai pobignu ya \u2013 Und wenn es mein<\/em><em> Ende w\u00e4re<\/em> die vielen verschiedenen Gef\u00fchlslagen der Tatjana deutlich zu machen. Dies gelang ihr mit ihrer klaren, sehr metallischen Sopranstimme, ebenso wie mit ihrem gr\u00fcblerischen, m\u00e4dchenhaft schw\u00e4rmerischen Schauspiel. <strong>Hr\u00f3lfur Saemundsson<\/strong> (Eugen Onegin) bestach durch eine stoische, selbstherrliche Haltung. Sein kraftvoller Bariton unterstrich den herben Charme des Onegin in der Arie <em>Kogda bi zhizn domashnim krugom \u2013 Wenn ich mein Leben so verbringen wollt<\/em><em>e<\/em>, auch wenn man ihm anmerkte, da\u00df er es mit dieser Rolle nicht ganz leicht hatte. Ebenso zu erw\u00e4hnen ist <strong>M\u00e9lanie Forgeron<\/strong> (Olga), die ihren samtenen, tiefgr\u00fcndigen Mezzosopran zur Verk\u00f6rperung ihrer lebenslustigeren Figur gekonnt einsetzte. Ihr Verehrer wurde von <strong>Yikun Chung<\/strong> (Lenski) ins gesungen. Er gl\u00e4nzte durch einen strahlend hellen, volumin\u00f6sen Tenor, den er in H\u00f6he und Tiefe kontrolliert einsetzte. <strong>Randall Jakobsh<\/strong> (F\u00fcrst Gremin) konnte seine stolze Haltung durch seinen tiefen und sonoren Ba\u00df unterstreichen, was vom Publikum positiv aufgenommen wurde. Unter der Leitung von <strong>Daniel Jakobi<\/strong> stellte das <strong>Orchester<\/strong> sein K\u00f6nnen unter Beweis. Die Lautst\u00e4rke wurde den S\u00e4ngern angepa\u00dft, so da\u00df der Gesang nie \u00fcberdeckt wurde.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nMan interpretierte Tschaikowskys Musik an diesem Abend gut. Besonders die Leistung des hochkar\u00e4tigen Ensembles ist zu loben. Applaus gab es vor allem f\u00fcr Randall Jakobsh, Irina Popova, Rebecca Raffell und Yikung Chung, Buhs hingegen f\u00fcr das Regieteam.<br \/>\nMelanie Joannidis<\/p>\n<p>Bild: Wil van Iersel<br \/>\nDas Bild zeigt: Irina Popova (Tatjana)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Peter I. Tschaikowsky, lyrische Szenen in drei Akten, Libretto von Alexander Puschkin, UA: 29. 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