{"id":1044,"date":"2010-02-08T12:09:28","date_gmt":"2010-02-08T10:09:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1044"},"modified":"2010-03-21T13:25:03","modified_gmt":"2010-03-21T12:25:03","slug":"darmstadt-staatstheater-im-weissen-rossl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1044","title":{"rendered":"Darmstadt, Staatstheater &#8211; IM WEISSEN R\u00d6SSL"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Ralph Benatzky (1884-1957), Singspiel in drei Akten, Libretto: Hans M\u00fcller, Erik Charell nach dem Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg, Gesangstexte von Robert Gilbert, musikalische Einlagen von Robert Stolz, Bruno Granichstaedten und Robert Gilbert, UA: 1930, Berlin, Gro\u00dfes Schauspielhaus<br \/>\nRegie: Ansgar Weigner, B\u00fchne: Matthias M\u00fcller, Kost\u00fcme: Renate Schmitzer, Choreographie: Torsten Ga\u00dfner, Dramaturgen: Bodo Busse, Anne Sophie Meine, Licht: Klaus Krauspenhaar<br \/>\nDirigent: Cornelius Heine, Orchester und Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Einstudierung: Christof Hilmer, Kinderchor des Staatstheaters Darmstadt, Einstudierung: Dagmar Howe<br \/>\nSolisten: Annette Luig (Josepha Vogelhuber, R\u00f6sslwirtin), Thomas de Vries (Leopold, Zahlkellner), J\u00fcrgen Rust (Wilhelm Giesecke, Fabrikant), Simone Br\u00e4hler (Ottilie, seine Tochter), Jud Perry (Dr. Otto Siedler, Rechtsanwalt), Erik Biegel (Sigismund S\u00fclzheimer), Wolfgang Vater (Prof. Dr. Hinzelmann), Marie Smolka (Kl\u00e4rchen, seine Tochter), Zygmunt Apostol (Kaiser Franz Joseph), Klaus Kr\u00fcckemeyer (Piccolo), Petra Urban (Kathi, Brieftr\u00e4gerin, Jodlerin, Leiterin des Jungfrauenvereins), Thomas Braun (Oberf\u00f6rster, B\u00fcrgermeister), Jochen Elbert (Reisef\u00fchrer), Marc-Wolfgang Frey, Andr\u00e9 Korporaal, John Holyoke, Marek Markisz (Kellner), Annett Arnold, Giorge Martin (ein Hochzeitspaar), Gaby Kiessling (Zitherspielerin)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 6. Februar 2010 (Premiere, Gastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (Premiere 11. November 2006))<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/darmstadt-im-weisen-roessel.jpg\" TITLE=\"darmstadt-im-weisen-roessel.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/darmstadt-im-weisen-roessel.jpg\" ALT=\"darmstadt-im-weisen-roessel.jpg\" ALIGN=\"right\" \/><\/a>Leopold, der Zahlkellner des \u201eWei\u00dfen R\u00f6ssl\u201c, in die Wirtin Josepha verliebt, ist eifers\u00fcchtig auf den Stammgast Dr. Siedler, den Josepha umschw\u00e4rmt. Giesecke, ein Fabrikant aus Berlin, der gerade gegen einen Mandanten Dr. Siedlers einen Proze\u00df verloren hat, trifft mit seiner Tochter Ottilie ein und ist sehr ver\u00e4rgert, Dr. Siedler hier anzutreffen. Leopold streitet sich vor lauter Eifersucht ununterbrochen mit Josepha, die ihn kurzerhand entl\u00e4\u00dft. Als ein Besuch des Kaisers angek\u00fcndigt wird, mu\u00df Josepha Leopold wieder einstellen, um ihre G\u00e4ste bedienen zu k\u00f6nnen. Am n\u00e4chsten Tag kommt Josepha wieder mit Leopold zusammen. Sigismund, der Sohn des Mandanten Dr. Siedlers, der mit Giesecke verhandeln m\u00f6chte, verlobt sich mit seiner Reisebekanntschaft Kl\u00e4rchen und Siedlers mit Ottilie.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nZu Beginn geht Benatzky mit einem Reisekoffer \u00fcber die B\u00fchne, er denkt dabei an das Singspiel Im wei\u00dfen R\u00f6ssl, das er komponiert. Auch w\u00e4hrend des St\u00fccks taucht er immer wieder auf, macht sich Notizen, gibt Kommentare und agiert mit den Figuren. Das Hauptb\u00fchnenbild zeigt im Hintergrund die Berge, die je nach Tageszeit in verschieden farbiges Licht getaucht werden. Davor befindet sich der Landesteg, im Vordergrund steht auf der rechten Seite das Wei\u00dfe R\u00f6ssl, ein zweist\u00f6ckiges Almh\u00e4uschen mit Bierb\u00e4nken. Es gibt noch weitere B\u00fchnenbilder, so z.B. einen Kuhstall, einen Sitzungssaal sowie ein Strandbad. Au\u00dferdem werden zwei Leinw\u00e4nde verwendet, die eine zeigt einen lichten Wald mit Rehen, die andere eine Alpenlandschaft mit einer Almh\u00fctte. Frauen und Kinder tragen bunte Dirndl, die Herren Anz\u00fcge, Lederhosen oder Arbeitskleidung.<br \/>\nInsgesamt wurde das St\u00fcck bis ins \u00c4u\u00dferste \u00fcberspitzt: aus einem Misthaufen wachsen rote Rosen, Kuhschw\u00e4nze schwingen im Walzertakt im Kreis und Heidi und ihr Gro\u00dfvater jagen sich quer \u00fcber die B\u00fchne, zum Finale gibt es Glitzerregen.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDie Solisten sangen passend zum Revuetheater im Schlagerstil und waren dabei mit  Mikrophonen ausgestattet.<br \/>\n<strong>Annette Luig<\/strong> als Josepha wirkte zu Beginn noch etwas steif, taute im Laufe des ersten Aktes aber merklich auf. Sie verf\u00fcgt \u00fcber eine klare ausdrucksstarke Stimme, die sie treffsicher einzusetzen vermag.<br \/>\n<strong>Thomas de Vries<\/strong> spielte den Zahlkellner Leopold mit dandy-hafter Leichtigkeit. Stimmlich wu\u00dfte er die verschiedenen Facetten seiner Rolle sehr gut umzusetzen.<strong> Jud Perry<\/strong> und <strong>Simone Br\u00e4hler<\/strong> als Dr. Siedler und Ottilie gl\u00e4nzten mit ihren kr\u00e4ftigen  Stimmen besonders in ihrem Duett <em>Die ganze Welt ist himmelblau<\/em>. Unbedingt zu erw\u00e4hnen ist an dieser Stelle auch <strong>Zygmunt Apostol<\/strong>, der den senilen Kaiser Franz Joseph gekonnt komisch darstellt. <strong>Erik Biegel<\/strong> und <strong>Marie Smolka<\/strong> verspr\u00fchten als Sigismund und Kl\u00e4rchen erfrischende Lebendigkeit und erg\u00e4nzten sich nicht nur im Spiel vortrefflich, sondern besonders auch in ihren Duetten wie <em>Als Sigi in der Wiege lag<\/em>. Die Textverst\u00e4ndlichkeit des <strong>Chores<\/strong> war leider nicht immer gegeben, daf\u00fcr strotzten aber dessen Tanzeinlagen vor Energie. Insgesamt wirkte das gesamte Ensemble in sich \u00e4u\u00dferst harmonisch, im Zusammenspiel als auch beim Singen. Das <strong>Orchester<\/strong> \u00fcbert\u00f6nte die S\u00e4nger nur selten und pr\u00e4sentierte eine sehr fein nuancierte Musik.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDie Vorstellung war leider schlecht besucht, daf\u00fcr lie\u00dfen sich die wenigen Zuschauer begeistert von der parodierten Alpenidylle mitrei\u00dfen, brachen oft in Gel\u00e4chter aus und belohnten die Musiker und Darsteller mit Stehapplaus.<br \/>\nPia-Antonia Lai<\/p>\n<p>Bild: Barbara Aum\u00fcller<br \/>\nDas Bild zeigt: Chor und Thomas de Vries (Leopold) (im Liegestuhl rechts)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Ralph Benatzky (1884-1957), Singspiel in drei Akten, Libretto: Hans M\u00fcller, Erik Charell nach dem Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg, Gesangstexte von Robert Gilbert, musikalische Einlagen von Robert Stolz, Bruno Granichstaedten und Robert Gilbert, UA: 1930, Berlin, Gro\u00dfes<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1044\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[93,1],"tags":[],"class_list":["post-1044","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-darmstadt-staatstheater","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1044"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1044\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1192,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1044\/revisions\/1192"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1044"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}