{"id":1015,"date":"2010-02-01T23:57:09","date_gmt":"2010-02-01T21:57:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1015"},"modified":"2012-12-14T15:14:52","modified_gmt":"2012-12-14T14:14:52","slug":"paris-theatre-des-champs-elysee-la-cenerentola-%e2%80%93das-aschenbrodel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1015","title":{"rendered":"LA CENERENTOLA \u2013 DAS ASCHENBR\u00d6DEL &#8211; Paris, Th\u00e9\u00e2tre des Champs-\u00c9lys\u00e9es"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gioachino Rossini (1792-1868), Dramma giocoso in 2 Akten, Libretto: Jacopo Ferretti nach dem M\u00e4rchen Cendrillon, UA: 25. Januar 1817, Rom, Teatro Valle<br \/>\nRegie: Irina Brook, B\u00fchne: No\u00eblle Ginepri, Kost\u00fcme: Sylvie Martin-Hyszka, Choreographie: C\u00e9cile Bon<br \/>\nDirigent: Michael G\u00fcttler, Concerto K\u00f6ln, Chor des Th\u00e9\u00e2tre des Champs-\u00c9lys\u00e9es, Choreinstudierung: Stephen Betteridge<br \/>\nSolisten: Antonino Siragusa (Don Ramiro), St\u00e9phane Degout, (Dandini), Pietro Spagnoli (Don Magnifico), Carla Di Censo (Clorinda), Nidia Palacios (Tisbe), Vivica Genaux (Angelina), Ildebrando D&#8217;Arcangelo (Alidoro)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 30. Januar 2010 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a title=\"paris-cenerentola.jpg\" href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/paris-cenerentola.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/paris-cenerentola.jpg\" alt=\"paris-cenerentola.jpg\" align=\"right\" \/><\/a>Aschenbr\u00f6del Angelina, unterdr\u00fcckt von ihren Stiefschwestern Clorinda und Tisbe, ist zum Bettler Alidoro g\u00fctig und gibt ihm zu essen. Alidoro war ins Haus des Don Magnifico, des Vaters der drei Schwestern, gekommen, um f\u00fcr seinen Herrn, Prinz Don Ramiro, Ausschau nach einer Braut zu halten. Kurze Zeit sp\u00e4ter werden Don Magnifico und die T\u00f6chter zu einem Ball ins Schlo\u00df geladen. Diener Dandini, als Prinz verkleidet, kommt mit seinem \u201eDiener\u201c Don Ramiro in Magnificos Haus. Angelina und Don Ramiro verlieben sich Hals \u00fcber Kopf. Beim Schlo\u00dfball, wohin Angelina mit Alidoros Hilfe gelangt, treffen sich Angelina und \u201eDiener\u201c Ramiro wieder. Beim Abschied schenkt sie ihm einen Armreif. Ein Wagenunfall vor Magnificos f\u00fchrt die beiden erneut zusammen. Doch jetzt erscheinen Dandini und Ramiro als Diener und Prinz. Prinz Ramiro erkennt Angelina an ihrem Armreif und heiratet sie zum Verdru\u00df ihrer beiden Stiefschwestern.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nEin B\u00fcffet mit einigen Barhockern, mehrere Tische und St\u00fchle. \u00dcber der Bar in Leuchtschrift: Bar Magnifico. Hier arbeitet Angelina mit Kittelkleid und Sch\u00fcrze. Clorinda und Tisbe erscheinen im Freizeit-Look, sp\u00e4ter in bunten Partykleidern, sch\u00f6ngemacht zum Schlo\u00dfball. Don Magnifico mit T-Shirt, danach im Anzug mit Hemd und einer riesigen Blume als Krawatte. Don Ramiro betritt die Bar im schlichten Anzug zusammen mit seinem als Graf verkleideten Diener Dandini. Dieser imponiert mit fu\u00dflangem Mantel und schulterlangem Haar. Er hantiert dauernd mit einer auffallend gro\u00dfen Sonnenbrille. Schlie\u00dflich erscheint Alidoro in grauem Mantel.<br \/>\nEin mit wei\u00dfen hohen W\u00e4nden versehener Raum mit zwei Liegest\u00fchlen und einigen Sitzkissen bilden ein ger\u00e4umiges Zimmer im Schlo\u00df. Der einzige Schmuck ist ein riesiger Damenschuh. Durch \u00c4nderung des Mobiliars pa\u00dft man den Raum an die Szenenfolge an. Der letzte Akt spielt wieder in der Bar. Die Kavaliere des Prinzen treten den Szenen entsprechend in wechselnden bunten Anz\u00fcgen auf.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDie Ouvert\u00fcre wird schleppend begonnen, gewinnt aber nach und nach an Fahrt. Doch im Opernverlauf wird das Musizieren vorbildlich, besonders in der Begleitung der Stimmen. An keiner Stelle werden die S\u00e4nger \u00fcbert\u00f6nt, was bei der Rossinianischen Dynamik nicht leicht zu bewerkstelligen ist.<br \/>\nBei dieser Auff\u00fchrung verlangt man von allen, einschlie\u00dflich des Chors, ein hohes Ma\u00df an t\u00e4nzerischer und kom\u00f6diantischer Einf\u00fchlung. <strong>C\u00e9cile Bon<\/strong> hat ihre Choreographie ausgezeichnet dem feurigen Rhythmus angepa\u00dft. <strong>Ildebrando D&#8217;Arcangelo<\/strong> (Alidoro) lernt man ihn sowohl als umwerfenden Kom\u00f6dianten, als auch als akrobatischen T\u00e4nzer mit gelungener Gesangsleistung kennen. Der als verkleideter Prinz auftretende<strong> St\u00e9phane Degout<\/strong> (Dandini) ist ein begnadeter Belcantos\u00e4nger: seine Koloraturen kommen bei jeder noch so schnellen Passage mit einer solchen Akkuratesse heraus, da\u00df man stets das anscheinend zu rasche Ende bedauert. Im \u00fcbrigen ist er ein v\u00f6llig blasierter Geldmensch, der mit den ihn anhimmelnden Magnifico-T\u00f6chter eine kesse Sohle aufs Parkett legt, wobei ihm schon das eine oder andere Mal eine der beiden T\u00f6chter auf den Boden gleitet. Bei <strong>Pietro Spagnoli<\/strong> (Don Magnifico) und seinen T\u00f6chtern <strong>Carla Di Censo<\/strong> (Clorinda) und <strong>Nidia Palacios<\/strong> (Tisbe) wei\u00df man nicht recht, ob das Kom\u00f6diantische oder das S\u00e4ngerische mehr zu bewundern ist. <strong>Vivica Genaux<\/strong> (Angelina) tut sich anf\u00e4nglich schwer in der Rolle der Bedienung in der Bar, w\u00e4chst aber dann in ihre Opernstarrolle hinein, was ihrer eleganten schlanken Erscheinung auch ad\u00e4quater zu sein scheint. Gipfelpunkt ihrer Gesangsleistung ist das ber\u00fchmte Rond\u00f2 finale. Darin zeigte sie ihr ganzes atemberaubendes Belcanto-K\u00f6nnen mit treffsicherer Intonation und genauer Beachtung all der rhythmischen Finessen, die Rossini hier anwendet. Sie siegt nicht nur in ihrer G\u00fcte gegen\u00fcber den miesen Stiefschwestern, denen sie vergibt, sondern auch \u00fcber die Zuh\u00f6rer, die ihr frenetischen Beifall zollen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nEine zeitgem\u00e4\u00dfe Wiedergabe dieser neben dem <em>Barbier von Sevilla<\/em> bekanntesten Rossinioper zeigt nirgendwo die von Rossini so gef\u00fcrchtete Langeweile. Diese Anpassung, so perfekt sie auch geboten wurde (die Regisseurin erhielt sogar gro\u00dfen Applaus), ist aber nichtsdestoweniger ein bi\u00dfchen weit weg vom Geist des dem Libretto zugrunde liegenden M\u00e4rchens Cendrillon.<br \/>\nDr. Olaf Zenner<\/p>\n<p>Bild: Alvaro Yanez<br \/>\nDas Bild zeigt: v.l.n.r. Don Ramiro mit Brille (Antonino Siragusa), Vivica Genaux (Angelina), Ildebrando D&#8217;Arcangelo mit schwarzem Anzug (Alidoro), die Kavaliere des Prinzen im Hintergrund<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gioachino Rossini (1792-1868), Dramma giocoso in 2 Akten, Libretto: Jacopo Ferretti nach dem M\u00e4rchen Cendrillon, UA: 25. 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