{"id":1009,"date":"2010-01-17T23:00:13","date_gmt":"2010-01-17T21:00:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1009"},"modified":"2010-03-21T13:25:30","modified_gmt":"2010-03-21T12:25:30","slug":"erfurt-theater-im-weissen-rossl-am-wolfgangsee","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=1009","title":{"rendered":"Erfurt, Theater &#8211; IM WEISSEN R\u00d6SSL AM WOLFGANGSEE"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Ralf Benatzky, Singspiel in drei Akten, Libretto vom Komponisten zusammen mit Hans M\u00fcller-Einigen und Erik Charell, UA: 8. November 1930, Berlin<br \/>\nRegie: Aldona Farrugia, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Norman Heinrich, Choreographie: Rudolf Hanisch<br \/>\nDirigent: Johannes Pell, Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Erfurt<br \/>\nSolisten: St\u00e9phanie M\u00fcther (Josepha Vogelhuber), J\u00f6rg Rathmann (Leopold Brandmeyer), Fernando Blumenthal (Wilhelm Giesecke), Anna Buschbeck (Ottilie), Richard Carlucci (Dr. Otto Siedler), Tobias Sch\u00e4fer (Sigismund S\u00fclzheimer), Reinhard Friedrich (Prof. Dr. Hinzelmann), Christa Dalby (Kl\u00e4rchen), Dario S\u00fc\u00df (Der Kaiser), Gregor N\u00f6llen (Piccolo), Elisabeth Veit (Kathi), Ina Mecke (Stubenmadel)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 13. Januar 2010 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"erfurt-im-weisen-rossel.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/erfurt-im-weisen-rossel.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"erfurt-im-weisen-rossel.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/erfurt-im-weisen-rossel.jpg\" \/><\/a>Im Hotel \u201eZum wei\u00dfen R\u00f6ssl\u201c am Wolfgangsee wartet das Personal auf die Sommerg\u00e4ste. Auch der Berliner Stammgast und Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler hat sich wieder angek\u00fcndigt, in welchen zum Leidwesen des Zahlkellners Leopold die Chefin des Hauses, Josepha Vogelhuber, verliebt ist. Leopold, selbst in seine Chefin verliebt, kann nach vergeblichem Werben die Abfuhren Josephas nicht mehr ertragen und k\u00fcndigt. Gleichzeitig bem\u00fcht sich Dr. Siedler um Ottilie, die Tochter des Berliner Fabrikanten Wilhelm Giesecke. Damit nicht genug treffen der Fabrikantensohn Sigismund S\u00fclzheimer sowie Prof. Dr. Heinzelmann samt seiner Tochter Kl\u00e4rchen im \u201eR\u00f6ssl\u201c ein. Unerwartet k\u00fcndigt sich Kaiser Franz Joseph zum Sch\u00fctzenfest an. Josepha ist \u00fcberfordert und bittet Leopold zur\u00fcckzukehren. Beim Empfang seiner Majest\u00e4t kommt es zum Eklat. Anstatt Leopold endg\u00fcltig zu entlassen, engagiert sie ihn schlie\u00dflich als Ehemann.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDas multifunktionale B\u00fchnenbild mit Holzfassadenansicht wird im Verlauf des Singspiels passend zu den verschiedenen Szenen durch die Darsteller umgestaltet. Ein langer Bootssteg halbiert den Zuschauerraum und integriert somit das Publikum in die Inszenierung. Der Balkon von Dr. Siedlers Zimmer l\u00e4\u00dft sich ausklappen, die Gartenb\u00e4nke und \u2013tische herausziehen. Zwei Laufb\u00e4nder dienen als Ersatz f\u00fcr die Wanderung Gieseckes und eine Kletterwand f\u00fcr die Liebeslektionen Sigismunds und Kl\u00e4rens auf der Alm. Die Kost\u00fcmwahl ist zeitlos: das Hauspersonal ist klassisch schwarz-wei\u00df, die G\u00e4ste sind hingegen sommerlich bunt gekleidet. Ein etwa f\u00fcnfzehnmin\u00fctiges pantomimisches Vorspiel w\u00e4hrend des Einlasses versetzt den Zuschauer von Beginn an in die Langeweile vor Saisonbeginn. Das Hauspersonal erwartet sehns\u00fcchtig die G\u00e4ste. Diese, eine m\u00fcde Gruppe, werden innerhalb weniger Minuten in massentouristischer Manier mit Kaffee, Br\u00f6tchen und Informationen zum Ort abgefertigt.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\n<strong>St\u00e9phanie M\u00fcther<\/strong> (Josepha Vogelhuber) und <strong>J\u00f6rg Rathmann<\/strong> (Leopold) begeisterten sowohl schauspielerisch als auch stimmlich. Die Freude am Genrewechsel von der Oper zur Revue war ihnen deutlich anzusehen. Darstellerisch ausgezeichnet waren au\u00dferdem <strong>Fernando Blumenthal<\/strong> (Giesecke), <strong>Tobias Sch\u00e4fer<\/strong> (Sigismund), <strong>Christa Dalby<\/strong> (Kl\u00e4rchen) und <strong>Anna Buschbeck<\/strong> (Ottilie). \u00dcberraschend agil spielte der schauspielerisch sonst etwas schwerf\u00e4llige <strong>Richard Carlucci<\/strong> (Dr. Siedler). Sein un\u00fcberh\u00f6rbarer amerikanischer Akzent wurde in die Inszenierung mit eingebaut und war dramaturgisch wirkungsvoll. Zusammen mit Anna Buschbeck, welche keine Scheu vor st\u00e4ndigem Wechsel zwischen Singstimme und Sprechstimme \u00e0 la Marlene Dietrich hatte, bot er schmeichelnde Duette, welche sein italienisches Tenortimbre vorteilhaft zur Geltung brachten.<br \/>\nDie musikalische Begleitung, bestehend aus einem kleinen Streicherensemble, Klavier und Schlagwerk, unter der Leitung <strong>Johannes Pells<\/strong> wirkte steif und dem szenischen Geschehen gegen\u00fcber unaufgeschlossen. Au\u00dferdem waren S\u00e4nger und Musiker mehrmals rhythmisch nicht zusammen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDas Singspiel lebt mehr von den Dialogen als von der Musik. F\u00fcr die Erfurter Studiob\u00fchnenadaption wurde von dem Einsatz eines Chores und eines gro\u00dfen Orchesters abgesehen. <strong>Aldona Farrugia<\/strong> und <strong>Norman Heinrich<\/strong> beweisen mit dieser Inszenierung, da\u00df auch mit bescheidenen Mitteln und kleinem Budget ein unverge\u00dflicher Theaterabend erreicht werden kann. Die vielen komischen Details der Inszenierung sowie die darstellerische Leistung des gesamten Ensembles erwecken das St\u00fcck gekonnt zum Leben. \u00dcberaus am\u00fcsant!<\/p>\n<p>Josephin Wietschel<\/p>\n<p>Bild: L. Edelhoff<br \/>\nDas Bild zeigt:: J\u00f6rg Rathmann (Leopold) versucht Fernando Blumenthal (Giesecke) zum Dudeln zu \u00fcberreden, aber St\u00e9phanie M\u00fcther (Josepha) macht ihm wieder einmal einen Strich durch die Rechnung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Ralf Benatzky, Singspiel in drei Akten, Libretto vom Komponisten zusammen mit Hans M\u00fcller-Einigen und Erik Charell, UA: 8. 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